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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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nach Luzern bringen, um die Früchte öffentlicher Wohlthätigkeitnicht der Raubgier der Soldaten preiszngeben, welche das Landüberschwemmten. Er selbst aber wollte unter den Umständen nichtlänger in Stanz bleiben. Er verließ diesen Ort, und legte balddarauf die Erziehungsanstalt zu Bnrgdorf an, deren Ruhm sichschnell durch Europa verbreitete*).

Dieser merkwürdige Mann lebte bei meiner Ankunft in Unter-walden verkannt und verachtet von allen, nur geliebt von seinenZöglingen. Die Einwohner von Stans verstanden seine Sprache,seine Wünsche nicht, begriffen seine Ungeheuern Aufopferungennicht, und beurtheilten ihn bald wie einen Halbnärrischcn, baldwie einen gemeinen Schulmeister, der durch mürrisches Betragenden Umgang der Vornehmern und Gebildeter» verscherzte, dessensic sich ohnedem schämten. Manche erstaunten über die Achtung,welche ich ihm bewies; manche spottlächeltcn verstohlen, wenn ichihn mit Bewunderung ehrte. Unfähig, die Größe seiner Tugendund die Kraft seines Genies zu umfassen, würdigten sie ihn nurnach seinem vernachlässigten Aeußern. Doch nicht die Stanser allein,auch wohl in andern, in gröfern Schweizcrortcn ließen Männer,die sich durch Gelahrtheit oder Stand bedeutsam dünktcn, demarmen Pestalozzi, dessen Name unter den Wohlthätcrn des mensch-lichen Geschlechts unauslöschlich glänzt, damals nur schlechte Ge-rechtigkeit in Würdigung seines Wertstes widerfahren.

*) Mit vieler Geflissenheit suchte man damals in öffentlichen Blätternjenes Ereigniß zum Nachtheil Pcstalozzi'S oder meiner, oder derNegierung, zn entstellen, indem man das Stanser Waisenhaus auf-gehoben erklärte. Selbst in einem Bericht von Nenggcr, Ministerdes Innern, wurde durch Jrrthum dies Gerücht bestätigt, währenddoch der Minister die bestimmtesten Nachrichten von der Fortdauerjener Anstalt hatte.