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gen. Man sah überall Flüchtlinge, weinende Kinder, Weiber, dieihre wenigen Habseligkeiten vor der ersten Wnth der Soldaten ber-gen wollten. Im Dorfe Bcggenrled schlug inan die Freiheits-bänme nieder. Die Munizipalität von Stans ernannte in ihrerVersammlung schon Deputirte, welche den kaiserlichen Feldherrencntgegengesandt werden sollten, um Schonung des Landes zu flehen.Höhnend und trlumphirend traten die kaiserlichgestnnten Landlentehervor, ohne jedoch die geringste Ausschweifung zu wagen.
Vergrößert mit tausend schreckenvollen Umständen kam die Sageauch gen Obwalden. Man hörte daselbst, daß Stans schon vonOesterreichern besetzt sei, und Blut fließe. Das dortige Bezirks-gericht, standhaft versammelt, ordnete binnen drei Stunden ebenso viele Botschaften an mich ab, um den Verlauf der Dinge zuerfahren.
In dieser Lage ließ ich Gewehre und Waffen, die den Land-leuten seit den letzten Unruhen abgcnommen waren, ohne Verzugnach Luzern abführen, nm jeden Versuch zu vereiteln, daß sich dasVolk derselben in der allgemeinen Verwirrung zur Vergrößerungderselben bemächtigen könne.
Während der feige Befehlshaber der Milizen die Gegend unter-suchte, wo er zum Widerstand Fuß fassen könnte, empfing ich durchden Negiernngsstatthaltcr V > ncenz Nütti m ann von LuzernNachricht über die Lage von Uri, und die Abschrift eines Briefesvon Leconrbe ans Aktors an General Voivin, welcher denGrund aller jener Gerüchte enthüllte.
„Vorgestern, Bürger General," so schrieb Leconrbe am 12. Prai-rial, „gab'S in der Kolonne, die ich zu Urseren hatte, eine kleineUnordnung. Sie warf sich bis ans Altorf zurück. Die Lärmerflüchteten, und verbreiteten falsche Gerüchte.
„Geben Sie, ich bitte Sie, den Einwohnern von Luzern wie-der Zuverficht über meine Stellung. Jener fatale Streich kam nur