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der Rcgicrungsstatthalter, begab sich auf Luzern, und von da nachBern. Der Statthalter vom Bezirk Sarnen (oder Obwalden),Peter von Flüe, that desgleichen.
Nur durch Gerüchte erfuhr ich von der Entfernung des letzter»,und von Gährnnge» des Obwaldncr Volks.
Die vorzüglichste Quelle des Mißvergnügens i» Obwalden wardie Gefangenschaft mehrerer Landleute, von denen verschiedene demStatthalter Gehorsam und Achtung versagt hatten. Wieder an-dere waren schon in Jnsurrcktionsprozessc verwickelt, waren schonin Schwyz verhaftet, vom Volke befreit, in Sarnen abermals ge-gcfänglich cingczogen, und so seit vier Monate» aus einem Kerkerin den andern geschleppt worden. Ihre Freunde, empört durchsolche Unmcnschlichkeit, wiegelten das Landvolk auf, die Gefäng-nisse zu sprengen. Solch ei» Aufstand wäre Anbahnung zu wei-tern Unternehmungen geworden.
Ich crthcilte dem Gerichte zu Sarnen Weisung, die Gefangenenunter Annahme des feierlichen Gelübdes zu entlasten, Ruhe undOrdnung im Lande zu erhalten. Es geschah, und noch zur glück-lichen Stunde. Denn kaum waren die Gefängnisse geöffnet, alsschon im Dorfe Alpnach, zu Füßen des Pilatusberges, Empö-rung reifte.
Hier hatten Einige den Freiheitsbaum umgehauen (31. Mai)und durch ihr Wagstück allerlei Volk herbeigezogen. Der Weindes Wirthshauses begeisterte die Menge. „Die Negierung ist da-von, nun sind wir Meister!" schrie Alles. — Der Zufall führteden öffentlichen Ankläger beim Kantonögcricht Waldstättcn zu dieserStunde ans Gestade von Alpnach. Er kam mit seiner Tochtervon Zug, um sich nach Sarnen, seiner Heimat, zu begeben. Joh-lend stürzte ihm der Haufe entgegen, und schleppte ihn, als Be-amten, gefangen umher. Nach mancher Mißhandlung ward erdurch einige Glieder des Gerichts, die von Sarnen eiligst abge-