repräseutant, welcher in Vollstreckung eines solchen Befehls seinemHerzen ein Fest gab, hatte demnach allen die Freiheit geschenkt,indem er für VcrhaftungSkostcn und Verpflegung jedem die Er-legung von vierundzwanzig Franken zur Pflicht machte, und alsBürgschaft für die Summe, welche die Wenigste» entrichten konn-ten, einige Wohlhabendere im Namen Aller znrückbchielt. DieZurückbehaltenc» schrieen über Ungerechtigkeit, daß sie für Men-schen zu zahlen gezwungen würde», mit welchen sie ohne Verbin-dung waren. Noch lauter schrie das losgelaffene Gesindel, daß esstickende Luft, faules Wasser und unverschuldete Gefangenschaftmit Geld zahlen sollte: „Waren wir schuldig, warum ward überuns kein Urtheil gesprochen? Waren wir von Verbrechen rein,warum entschädigt man uns nicht für die bestandenen Leiden?"
Solche Sprache mußte auch bei de» Parteilosesten Beifall fin-den; bei dem Gleichgültigsten Unwillen gegen eine Negierung er-wecken, welche freie Bürger mit Willkürlichkeit behandeln ließ,und statt die Keime des Aufruhrs zu ersticken, die Saat dazu miteigener Hand ausstreute.
Nicht ohne Mühe erhielt ich ein Vcrzeichniß aller Losgelassenen,damit ich sie und ihre Bewegungen beobachten konnte. Durch ver-schiedene Sicherheitsanstaltcn gelang es mir, diese Menschen we-nigstens unschädlich zu mache», ohne zu neuen Einkerkerungen Zu-flucht nehmen zu müssen.
vom 28. Juni 17SS; „Die nach dem Kanton Waldstücken auöge-„schickten Kommissäre rafften eine so große Anzahl Gefangener zu-sammen, ohne allen Unterschied zwischen mehr oder weniger„Schuldigen, welche inSgesamnck in so scheußliche Gefängnisse cin-„gckerkert wurden, daß das Direktorium sich verbunden glaubte, die„Stimme der Menschlichkeit zu hören, um so mehr, da die Papiere„über die ersten Verhöre derselben verloren gegangen."