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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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welchen Erkenntlichkeit der Sterblichen bereiten sollte, o so würdesie keine Bekenner mehr nnterm Himmel zählen.

Mitten in Beschäftigungen nm Nidwaldens Beruhigung, ereig-nete sich ein Vorfall, welcher die traurigsten Folgen hätte wirkenkönnen.

In den Kerkern der Festung Aarbnrg schmachteten zweihun-dert und fnnfnndfnnfzig Gefangene aus den kleinen Kantonen.Die mchrsten waren als Empörer auf der Thal ertappt, anderewegen mordbrennerischer Anschläge, andere, weil sie obrigkeitlichenPersonen nach dem Leben getrachtet, andere nur allgemeinen Ver-dachts willen, gefänglich cingezogen, und meistens den Kriegsge-richten zur Benrtheilung bestimmt.

Alle diese Leute, meistens ohne Grundsätze, ohne Sitte, ohneEigcnthum, überschwemmte» plötzlich den Kanton Waldstätten,ohne daß irgend eine Behörde von ihrer Befreiung benachrichtigtwar. Durch die Kerker von Aarbnrg gewiß nicht ansgesöhnt, er-bitterter denn vorher, traten sic ins Land. Einen Theil der kleinenKantone hatten die damals siegenden Waffen der Kaiserlichen be-setzt; die Negierung hatte Luzern verlassen und Bern zum Wohn-sitz gewählt; der Rcgierungsstatthalter Von Matt und einigeandere Beamte waren ihr nachgcflüchtet.

Sowohl die Loslassnng der Gefangenen zu einer solchen Zeit<es war in der Mitte des Monats Juni), als auch die Art ihrerBefreiung, zeugen von der ungeheuer» Verwirrung, welche in denöffentlichen Geschäften herrschte. Das Direktorium hatte nämlichden Volksrcpräsentant und Negierungskommiffär Billeter bevoll-mächtigt, allen Gefangenen die Kerker zu eröffnen*). Der Volks-

*) Auf meinen Bericht vom 26. Juni über die »nangcnehmen Folgen derFreilassung der in Aarbnrg verhaftet gewesenen Insurgenten, erklärtemir das Antwortsschreiben des BollziehungSdirektorinms