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indem er die Armuth seiner Bürger vergrößerte, und ganze Fa-milien, die vorher nnpartcisam waren, gegen sich auswiegcltc.
Ich machte der Negierung den Vorschlag, die in Basel ver-hafteten Geisel», gegen Bürgschaft für ruhiges Betragen, nachNidwalden zurückkchrcn zu lassen. Gefährlich für die öffentlicheOrdnung hätte Plötzliche, gleichzeitige LoSlassung aller werdenkönnen. Ich verwandte mich daher nur von Zeit zu Zeit bittendfür einzelne. Die Negierung entsprach gern, und in kurzer Zeitbefanden sich die Geiseln von Basel wieder in den Armen der Ihri-gen. Da die meisten derselben mehr Verdachtes, als wirklicherVergehungen willen, fortgcführt worden waren, theilte ich umso ruhiger mit ihren Familien die Freude ihrer Heimkunft; unddie Thränen, welche hier meine Hand trocknete, wurden mir Ent-schädigung für tausend andere Unruhen. Durch Liebe »nd Dank-barkeit der Erlöscten hoffte ich den Frieden des unglückliche» Nid-waldens sicherer zu stellen, denn durch Schreckmittel, und ich be-trog mich nicht*). Mitten unter den traurige» Erinnerungen,welche mich aus jenen Tagen umschweben, labt mich noch derRückblick ans jene Wehmuth und zärtliche Freude, da Gattinnen,Mütter, Brüder, Kinder die Heimkehrcndcn nach langer Trennungwieder an die Brust drückten.
Und du, edler Businger, menschenfreundlicher Pfarrer vonStans, der du so oft für die unglücklichen Deportirten bei mirsprachst, nimm von mir öffentlich den Dank für deine Tugend!Verkannt und »»belohnt von deinen Mitbürgern in der Heimat,genüge dir das Bewußtsein deiner Bemühungen um ihr Wohl.Hätte die Tugend keinen andern Genuß zu gewähren, als den,
*) Die sämmtlichen vor meiner Geschäftsführung nach Basel Deportirtenwaren bis zum August, also acht bis zehn Wochen nach meiner An-kunft in Stans, wieder befreit.