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demokratischer Verfassung über Unterwallis gebot, beklagten dieeingebüßtc Majestät und Ungebuudcnheit. So schmerzlich ihnendie Trennung von alten Ucbungen gewesen, eben so lebhaft warnach denselben das Heimweh, stilles fürchtete man von der Fort-dauer der helvetischen Republik: Zerstörung der Religion, Ent-führung der jungen Mannschaft zu fernen Kriegen, Verarmungdurch Uebermaß der Abgaben. Nnr die Söhne reicher und ge-bildeter Geschlechter fanden mit Vergnügen in der stellvertretendenRegierungsart Schirm gegen der Geistlichen Gewalt und gegendie souveränen Launen des Volks?)
Die Gelände von Baden und Schaffhansen theilten allerandern Kantone Besorgnisse und Hoffnungen, ohne sich durch Thä-tigkeit weder für noch wider die Sache der Staatsverwandlungzu bezeichnen. Stilles Ergeben in den Gang der Schicksale schienin diesen Gegenden aller Bürger Wahlspruch zu sein, so daß we-der die Umtriebe der Priester inner den Grenzen Badens, nochdie Eifersucht der Landleute gegen die Stadt Schaffhausen, auf-fallende Ereignisse bewirken konnten.
Ein rüstigeres Volk, voller Währung und wilden Zwietracht,beherbergte der Kanton Zürich. Der Landmann, in alter Fehdemit der sonst gebietenden Stadt, wachte hier eifersüchtiger überdie ncuempfangenen Rechtsame; die Stadt äußerte unverhohlenerihnen Zorn gegen die Staatsumwälzung. Beider Theile Erbitte-rung schlug jeden Tag tiefere Wurzeln. Wenn aber auch die Be-wohner des Landes zuweilen ihre Klagen in die der Stadt gegendie Negierung mischten, so geschah es wegen Unverständlichkeit derGesetze; oder gegen allzugroße Kriegslasten, oder gegen Sorglosig-
*) Dcrivaz, RegicrungSstatthalter dcS Wallis, vom Oktober und De-zember.