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Viele schwebten in Angst vor dem nahen Kriege; viele hingegenerwarteten von seinem Ausgang zuversichtliche Herstellung der al-ten Rechte des Patriziats?)
Das Volk des Berner Oberlandes fing an, sich dem Neuenanzuschließen. Doch mit den Schildworten Freiheit und Gleichheitknüpften die Landleute gar fremdartige Begriffe zusammen. Anmanchen Orten war ihnen Freiheit die Erlaubniß aller Will-kühr, und Gleichheit die Vertheilung des Staats- und Gemeinds-Vermögens. Der Bürger, welcher nun seine Vorsteher aus eigenerMitte wählen konnte, und sie nicht mehr von Gott eingesetztglaubte, fand, daß er über sie erhaben, und berechtigt sei, ihnennur dann z» gehorchen, wann ihre Befehle eben mit seinen Mei-nungen und Bedürfnissen zusammenträfen?*)
Im Aargau war des Volkes Abneigung gegen die neue Ord-nung der Dinge durch die unaufhörlichen Durchmärsche, Requisitio-nen und harten Behandlungen vom fränkischen Kriegsvolk fast all-gemein worden. Die Gemeinde Lenzburg allein hatte binnen sie-ben Monaten 80,000 Mann Einquartierung gehabt. Daher fan-den die Volksaufwiegler Gehör und Glauben, die Worte der Re-gierung verschlossene Herzen. Doch mehr, als auf dem Lande,wehte noch in den Städten republikanischer Geist. Aarau, Aar -burg und Brugg inzwischen übertrafen Lenzburg und Zofin-g en in Kraft und Dauer freier, nicht nach dem vergangenen Zu-stand zurückschmachtender Gesinnungen?** ***) )
Des Wallis fünf deutsche Bezirke, deren Volk ehemals bei
*) Bericht des RegierungSstätthalterS von Bern, vom Dezember.
**) Joneli'S Negierungsstatthalter vom Kanton Oberland, Bericht vomOktober.
***) Bericht des Regierungsstatthalters Feer vom Aargau. Vom No-vember.
Llch. Ges. Schr. 34. Thl.
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