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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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werde». Wie nun diese, so mannigfach gekränkten, Diener derKirche erklärten, glaubten die gntmüthigen Laien?)

Im Waadt kan de weihcte man seinen Gehorsam alle» Ver-ordnungen. Doch lebhafter Enthusiasmus für die Konstitution ge-brach auch hier, und zwar aus Ursachen, welche denen in andernTheilen Helveticas ganz entgegengesetzt waren. Man forderte un-cntgeldliche Aufhebung aller Fcndallasten, und hatte sie vonder Revolution als eine der ersten Früchte erwartet. Die Loskäuf-lichkeitserklärung der Lasten, welche noch vor Kurzem als Wohl-that angesehen worden wäre, galt nun einer Tirannei gleich. Dazukam Unzufriedenheit derer, welche sich durch die Aushebung derkleinen Ortsvorrechte verwundet fühlten, oder den Werth ihrerGemeindsbürgerschaften sinken sahen?*)

Basel, die Stadt, welche nur aus Furcht in den Strom derRevolution getaucht hatte, theiltc nicht mit dem Volke ihrer Land-schaft die Freude an den großen Umwandlungen. Zwar zählte sieauch in ihren Ringmauern manchen entschiedenen Republikaner,aber mehrere noch erblickten in dem Waffenglanz der neuen Koali-tion und der aus dem tiefsten Norden durch Europa ziehendenRussen die Morgenröihe ihrer alten Herrschaft wieder. Unterder Mittlern und ärmern Klaffe der Handwerker aber entspann sichvorzüglich Furcht wegen gänzlicher Aufhebung der Innungen undZünfte, und Einführung der Gewerbsfreihcit?** ***) )

Der Kanton Bern seufzte vornehmlich über Druck vom frän-kischen Kriegsvolk. Die Stadt bedauerte ihre verlorene Hoheit.

*) Bericht des RcgiernngSstatthalterS Bott, vom September.

**) Polier, Negtcrnngsstatthaltcr vcS Kantons Leman, Berichte vomMonat Oktober und November.

***) Schmid, Regierungsstatthalters von Basel, Bericht vom Oktoberund November.