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viele den ehemaligen Zustand hcimwünschten, forderten von derandern Seite die Gemeinden in der Nähe der vormals herrschen-den Stadt strengere Gleichheit mit deren Bewohnerin Schwer hieltes, das Volk überall gehörig zn belehren. Der größte Thcil derAgenten (vom Nnterstatthalter ernannte Beamten der vollziehendenGewalt in den einzelnen Gemeinden) arbeitete mit Schlaffheit undUnwillen, weil keine Besoldung für seine Bemühungen stattfand?)
Im Kanton Linth, zn welchem das Land Glarus, und dieBezirke von NapperSwhl, Werdcnbcrg, Mels, Neu St. Johannund Schännts gezählt wurden, fehlte fast gänzlich ein der neuenVerfassung zugewandter Sinn. Die vornehmsten Ursachen davonwaren (Heils Verdruß über Verlust aller Hoheiten, Gerechtsameund Landesgemeindcn, thcils Gewohnheit an vormaligen Einrich-tungen, Ortsgeist, gekränkter Stolz reicher Geschlechter, Zunft-geist und Monopoliensucht der Kauf- und Handelsleute, dabeigänzlicher Mangel der Industrie und guter Erziehungsanstalten?* **) )
Den Kanton Säntis, welcher die Rhoden des Appenzell, dieLandschaften von St. Gallen, Toggcuburg und Nhcinthal umfing,sah man von Parteien zerrissen, welche aus der ehemaligen Ver-fassung in das Gewühl der Revolution mit verdoppeltem Grimmübcrgegangen waren. Die refvrmirten Gegenden waren beinahedurchaus für die neue Konstitution, aber die katholischen zittertennoch vor den nachtheiligcn Folgen des Bürgereides auf ihre Selig-keit. Ihren Priestern getreu, und meistens so unwissend, daß vonmehrern hundert Landleutcn kaum einer selbst lesen konnte, muß-ten ihnen die Geistlichen Vorleser und Ausleger der neuen Gesetze
*) Zcltnerö, Negicrungsstatthaltcrö von Solothurn, Bericht. MonatOktober.
**) Heer, NegierungSsiatthaltcrö vom Kanton Linth, Bericht vom Ok-tober und Dezember.