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Soult griff sie am folgenden Tage (den 9. Mai) in der Ge-birgsenge bei Wasen an. Während des Gefechts kamen 490 Walli-ser mit fliegenden Fahnen den Urner» znm Beistand, doch siegteder Franken Tapferkeit nnd Kriegscrfahrung Die Insurgentenflohen, nach hartnäckigem Gefecht, bergauf, nnd mit dem Entschlich,die Teufels-Brücke, welche 'zwischen schroffen Felsenwändenüber der schänmcnden Reich schwebt, abzuwcrfen. Aber bewaffneterschien hier das Volk des in jenen Höhen befindlichen rauhenThales von Urscren, nnd wehrte die That ab.
Die Empörten, welche nach so viel unglücklichen Gefechtenkanin noch 500 Streiter zählten — denn die Walliser hatten mnth-loS de» Rückweg in ihre Heimat genommen — verschanzten sicheine halbe Stunde über Hospital, noch an den äußersten Höhendes wegsamen Gotthard, zwischen Seiden- und Baiimwollenballeiiund andern Kanfmannsgütern, welche daselbst der Unruhen willenliegen geblieben waren. Aber auch aus dieser kostbaren Umwallnngwurde der verzweifelte Haufen, nach langem Widerstande, vertriebe»;es war am 12. Mai. Die Flüchtlinge zerstreuten sich in die Thälerder italienischen Schweiz, wo sie sich, doch mit gleichem Unglück,z» den Rotten dasiger Empörer gesellten.
Des kaiserlichen Heeres fortdauerndes Kriegsglück, das Getüm-mel der Empörung weit umher im Hochlande, reizte auch in Nid-walden, mitten unter Ruinen, das Landvolk noch einmal z» Ver-suchen der Rache.
Ein armer Kerl, welcher ehemals als Soldat, nachher mitAeuerschwamm nnd Schwcfclhölzern, als Landstreicher sein Lebengefristet hatte, gemeinlich Znndel-Nazi geheißen, ward jetzt derHeld der Bühne.*) Er hatte schon am 9. Herbstmond bei Stans-
*) Sein wahrer Name war Ignaz Odermatt; sein Geburtsort Th al»wyl in Nidwalden.