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serer ängstlichen Besorgniß. Wir sind durch die wundervollste, ewig-gepricsene Wirkung der Vorsehung gerettet, aber ihr schmachtetnoch unter dem eisernen Sceptcr eines Vorurthcils und einer Hoff-nung, die euch zum Untergänge führen muß!"
Um dieser Ermahnung Kraft z» geben, war sie von den ange-sehensten Männern des Schwhzerlandcs (außer dem UnterstatthalterBusinger, vom Altlandamniann Schüler, Altlandammann We-ber, und Altlandshauptmann Aloys Reding) unterzeichnet, derenNamen auch das Volk von Uri ehrte.
Doch erreichte sie ihr Ziel nicht. Die Widerspenstigsten VonZug und Schwyz waren in Hansen hicher geflüchtet. Ihre Rotte»vermehrten die Wildheit des Volks, welches sich von den Welleneines unsicher» Sees, und den höchsten Gebirgen umgeben, nnüber-windlich wähnte.
Am 8. Mai erschien Sonlt mit seinem Heere auf einer kleinenFlotte vor den Gestaden von Uri. Vincenz Schmid, düster undsich selbst widersprechend, eilte dahin, die Vertheidigung zu über-nehmen. Am Fuß des Gebirges, zwischen Flüelen und der KapelleWilhelm Tcll, stand sein Vorposten. Der erste Kanonenschuß,welcher von den fränkischen Schiffen gegen das Ufer rauschte, endeteLeben und die kriegerische Laufbahn des jungen Mannes. DieFranken landeten. Fechtend zogen sich die Aufrührer durchs Thalzurück gegen den Fuß des Gotthard. Immer kämpfend folgte derSieger.
Beim Dorfe Wasen, inner den Schluchten, durch welche dieBergstraße zwischen Felsen und Ungeheuern Wäldern zum St. Gott-hard hinanschlängelt, sammelten sich die Flüchtigen. Sie thatcnden Schwur der Verzweiflung, bis auf den letzten Mann Gegen-wehr zu leisten. Ihrer aber, nebst allen Ausgewanderten von Zug,Arth, Schwyz und Unterwalden, und zweihundert Landlenten desLivinerthals, waren nicht mehr denn gegen 900 Mann.