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waren jetzt Alleinherrscher; und die Obrigkeiten, von welche» sievor Kurzem bedroht gewesen, lagen zum Theil in Kerker», zumTheil durch Schrecken entnervt.
Aber man konnte es sich nicht verhehlen, daß diese förmlicheEmpörung Bruch der Kapitulation sei; daß die fränkischen Truppen,nur wenige Tagereisen von den Grenzen entfernt, hervoreilenwürden, den gebrochenen Vertrag zu rächen. — Noch hatte daskaiserliche Heer nicht die versprochene Bewegung gemacht; undohne- Unterstützung konnten die priesterlichcn Oberhäupter Nidwal-dens keinen gekrönten Ansgang ihrer Thatcn hoffen.
Auch von den Völkerschaften der benachbarten Gebirge hattensie sich keines Beistandes zu trösten. Den weitläuftigen KantonLuzern hielt die Gegenwart fränkischer Besatzungen im Zügel,und noch mehr Wachsamkeit und republikanischer Geist Rütti-manns, des dortigen RegicrungsstatthalterS. Obwalden, woder weltliche und geistliche Arm brüderlich verbunden waren, wanktenicht i» seiner Treue an die Verfassung, und gegenseitige Eifer-sucht ließ keine Annäherung voraussehen. Das Vollziehungs-Direk-torium, um sich Obwaldens ganz zu versichern, überhäufte staats-klng die Bewohner desselben mit öffentlichem Lobe, und versprachihm Schiri» gegen allfälligen Angriff fanatischer Haufen Nidwal-dens. In Uri fehlte es zwar nicht an Gährungsstoff, doch glimmteer nur schwach. Einzelne Geistliche daselbst hatten weder die Thätig-keit, noch das ausgebreitete Ansehen, um mit denen von Stansauf der Bahn der Empörung Schritt zu halten. Nur in Schwyz,dessen Landleute lebhaften Sinnes und kriegslustig, den Einflüsterun-gen der mißvergnügten Geistlichkeit gern Gehör gegeben, warenuni diese Zeit Getümmel ähnlicher Art, wie in Nidwalden.
Dort, wie hier, hatten einige Priester und andere unruhigeKöpfe, in Verbindung mit den Ausgewanderten zn Feldkirch undKonstanz, durch aufgeregte Bedenklichkeiten, das Volk eidschen