der Rasenden warf ihm den Strick um den Hals, unter wildemJauchzen der andern. Mit Mühe ward er durch die Gemäßigter»befreit und gezwungen, in die Versammlung des Klerus zurück-flüchtend, sein Leben zu retten. Die Aufrührer belagerten die Pforte»des Klosters. Sie befahlen dem Statthalter, seine Stelle nieder-zulegen, und dem Kapitel Abbitte zu thnn.
„Was ich bisher gethan, sprach der Statthalter, war meinePflicht. Warum mißhandelt ihr mich, daß ich dem Gesetz gehorche?Ich sehnte mich nie nach Aemtern. Ich bin Soldat, und entbindemich hiemit einer Stelle, die nur Vaterlandsliebe mich bewog zuübernehmen."
Lächelnd sahen Käsli und Lüssi des biedern Beamten Ent-würdigung; gleich großmüthigen Siegern reichten sic ihm die Handzur Versöhnung und ermahnten die nmstehcnden Bauern: „ihmweder an Leib noch Leben Leid zuzufügeu."
So endete die Versammlung der Priester an diesem Tage. Siewar das Losungszeicheu des allgemeine» Aufstandes. Der Statt-halter wurde als Gefangener aufs Rathhaus geschleppt, und mitihm andere der angesehensten Bürger, welche entweder öffentlicheBeamten, oder Freunde der neuen Staatsverfassnng waren.
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Während das Landvolk sich allen Freuden überließ, fleißiger zuKirchen, Kapellen und Wirthshänsern fahrtete, die Priester segnete,die Regierung verwünschte, Siege träumte und über Entwürfender Rache lag, genossen die drei geistlichen Führer Nidwaldens nichtohne Zagen den Sieg, der sie übereilt zu haben schien. Zwar warder Wechsel ihrer bisherigen Verhältnisse glänzend Sie, noch vorwenigen Tagen die Unterdrückten, von den Gerichten Verfolgten,