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diese Heimat natürlicher Armuth nicht Schätze lockten, und unterden Waffen geschlossene Verträge die Staublust fesselten.
Während jene also für das kostbare Geschenk duldeten, undjeden Verlust als Opfer betrachten mußten, gährte in den Thälernder Alpen unaufhörlicher Mißmuth.
Zurückgestoßen, wie durch einen Zauberschlag, aus uraltge-wvhnten Verhältnissen, und hineingeworfen in unbekannte Formen,ward stch der Nelpler in eigener Heimat fremd. Betäubt durch dieEreignisse der letzten Monde, unvertraut mit neuen Vorgesetzte»,Ordnungen, Namen und Gesetzen, wähnte er Gefahr, wohin ertrat, sehnte er sich nach dem, was ihm durch Verlust wüuschens-werther geworden. Eine ungeheure Zahl neuer Gesetze und Be-schlüsse, mit Redensarten und Wörtern fremder Sprachen gemischt,flutete ins Land. Er verstand ihren Sinn nicht.
Leicht war es, unter solchen Verhältnissen, diese rohen Kinderder Natur zu täuschen, ihr geängstetes Gemüth mit Schreckbildernzu verwirren. Ihr Mißtrauen verachtete ohnehin alle Belehrung;ihre Furcht hing jedem Mährchen an, was durchs Land lief; ihreSehnsucht nach Zurückkunst des Ehemaligen verwandelte sich inErwartung desselben.
Und doch würden sich die gutmüthigen Hirten an die veränderteGestalt der Verfassung gewöhnt haben, wenn die abenteuerlichenGefahren, welche ihre Einbildungskraft fürchtete, nicht erschienenwäre»; sie würden sogar den Tausch licbgewonncn haben, wen»ihnen statt des vermuthetcn Elendes Vortheile erwachsen wären —aber sie sollten diese nicht sehen. Ihre Leichtgläubigkeit selber zogdie fürchterlichsten Schicksale auf sie herab.
Die Geistlichen nämlich blieben der Staatsvcränderung nnver-/ söhnlichste Feinde. Sie fürchteten nicht so sehr den Untergang des
Ehristenthums, als ihrer Pfründen, Aufhebung der Klöster, Ver-breitung der Wissenschaften, Vernichtung der Gewalt des Klerus.