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in Nidwalden den als Hauptmann in spanischen Diensten gestan-denen Bürger von Stans, Ludwig Kaiser.
Beide Männer eröffneten ihre politische Laufbahn unter dengefährlichsten Verhältnissen. Als unmittelbare Beamte der voll-ziehenden Gewalt konnten sie keinen Befehl derselben vollstrecken,ohne sich in den Augen des leichtgläubigen, von schwärmerischenPriestern gestimmten Volks, als Mitschuldige aller wirklichen oderscheinbaren Bedrückungen und des Raubes uralter Nechtsame ver-dächtig zu machen. — Als Bürger Nidwaldens, als Blutsver-wandte des Volks rechnete man ihnen jede Handlung, die mißfiel,zu doppelter Schuld an. Selbst ehevorige Verbindungen und Fa-milien-Verhältnisse wurden Anlaß zweideutiger Auslegungen ihrerThatcn.
Alohs Von Matt besaß nicht die wissenschaftliche Ausbildungseines Nnterstatthalters, ersetzte sie aber durch Erfahrung undThätigkeit eines Hellen Geistes, welcher die Fesseln der Vorurtheileabgcschüttelt hatte. Er kannte sei» Volk, und hatte die Gaben,welche den Demagogen Noth sind. Wäre er zur Seite der Födera-listen gestanden, er würde ohne Mühe Günstling und Held desgroßen Hansens geworden sein. Der ewige Widerstand und Grollder Gegner erzeugten in seinem Herzen jene leidenschaftliche Bitter-keit, welche im Parteikampfc endlich auch dem gelassensten Manneselten zu fehlen pflegt.
Ludwig Kaiser, ein junger, talentvoller Man», voll Liebedes Vaterlandes, dem er seine Mühe und sein Schwert geweihthatte, redlich, unverhohlen, standhaft, war minder geschmeidigund völkisch, als jener. Gewohnt unter Kriegern z» leben, rauh,ernst, buchstäblich und streng in Pflichten, gewann er die Hoch-achtung derer, die ihn kannten, aber auch den mit Furcht ge-mischten Haß des Pöbels und der Pfaffen.
Es war einer der ersten und der verderblichsten Fehltritte der