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ja der Eid noch immer in Kraft. — Uebrigens werde Gottdiesmal den gnten Willen fürs Werk annehmcn."
Diese merkwürdige, winkelvolle Erklärung von Seite» der Ge-walt, die den Binde- und Löseschlüffel führt, veranlaßte nnn Zu-sammenberufung einer Landsgcmeinde, um den Willen des Volkeszu hören.
Es versammelte sich am 12. Mai zu Wyl an der Aa. DerKreis ward geschloffen, und den Anwesenden die Kapitulation vonSchwyz und das Gutachten der Nidwaldner Geistlichkeit vorgelegt.Düsteres Schweigen herrschte. In allen Mienen sprachen Unwilleund Wchmuth. Die Weiber von Buochs, Beggenried undandern Dorfschaften, bewaffnet auf mancherlei Weise, waren ihrenVätern, Brüdern und Söhnen hieher gefolgt. Von Zeit zu Zeiterhoben sie gräßliches Geheul: „Krieg! Krieg!" während einigewürdige Geistliche, besonders Pfarrer Kaiser von Emmetten undder Pater Prediger des Kapuzinerklosters, in langen Reden dieobwaltenden Besorgnisse wegen Neligionsgefahr zu zerstreuen such-ten. Auch der Landammann Würsch sogar, von dessen Lippenman nur gewohnt war, die Verwünschungen der helvetischen Kon-stitution, zu hören, öffnete den Mund, ihre Annahme zu empfehlen.Noch wankte das betäubte Volk in der Wahl blutigen Untergangs,oder stiller Ergebung. Doch einer fehlte, dessen Beredsamkeitgewiß alle Wünsche des Friedens zerschlagen und Tod und Kriegzur allgemeinen Losung gemacht haben würde — Lüssi, der Helfer,fehlte. Gewiß nur ans das Bitten seiner eigenen Freunde war erin Stans zurückgeblieben; denn sein unbeugsamer Sinn würde sichauch dort nicht verläugnet, und alle Gcmüther überwältigt haben.
So ward, beinahe ohne einiges Handmehren, die neue StaatS-verfaffung angenommen.
Laut Beschluß der Volksversammlung wurden Abgeordnete andemOberfeldherrn Schauenburg in Zürich gesandt, nm mit ihm