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abgefallenen Bundesgenossen umgeben. Doch legte cs die Waffennicht nieder. Es besetzte mit seinen Kriegern die Grenzen beiEnnetmoos gegen Obwalden, bei Stansstad und HergiS-wyl am Secnfcr, desgleichen an der Nas, nnd bei Emmettenauf der Höhe des Gebirgs gegen das Land Uri.
Inzwischen verlor sich aber allmälig die brausende Wuth, jemehr man die Vereinzelung des Landes und die Ermattung derüberspannten Kräfte fühlte. Das Beispiel aller Nrkantone gabde» Besonnener» im Volke Mnth, besänftigende Worte zu wagen.Es wurde wieder wahrscheinlich, was noch vor wenigen Tagen un-möglich schien, daß der Rosenkranz der betenden Alpcnhirten dieBrigaden Frankreichs nicht besiegen würde. Man wagte sogarendlich das Wort Kapitulation zu sprechen, und glaubte sichnicht schämen zu dürfen, ohne blutigen Kampf anznnehme», wasSchwyz nach glücklichen Treffen nicht zurückgcstoße» hatte.
Das Haupt des Nidwaldner Freistaates war damals der Land-ammann Würsch von Buochs. Konnte er gleich beim Mangelausgebreiteter Kenntnisse nnd Geistesgaben nicht in den traurigenStaatshändeln seines Vaterlandes glänzen, so wußte er doch beiVolk und Pricsterschaft den Ruhm eines fromme» Vcrtheidigcrsder Kirche zu gewinnen. Er war es, der bisher unermüdlich gegendas „höllische Büchlein" (so nannte man in den Bcrgkantonendie neuhelvetische Staatsverfaffnng) gedonnert hatte. Jetzt aber,da jeder Tag, jede Stunde den gewissen Untergang seiner Würdenäher führte, hielt er cs rathsam, die Rache dem Himmel zn über-lassen, und mit christlicher Gelassenheit die Vernichtung seinesStaates als Strafe Gottes zu ertragen. Er schwieg.
Sein Schweigen entnervte auch bald die Beredsamkeit der geist-liche» Führer, unter welchen Käßli, Pfarrer von Beggenricd,Kaspar Joseph Lüssj, Helfer zu Stans, und der KaplanKaiser von Stans, die bedeutendsten waren. Doch weder Pfar-