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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Nidwalden sprach die Hilfe seiner Verbündete» an, indemihm dnrch die unbesetzten Engpässe des hohen Brünig und durchden Abfall Obwaldens die größere Gefahr drohte. Uri weigerteTheilnahme; es schien, wie Glarus, sich auf Verfechtung seineseigenen Herdes beschränken zu wollen. Zug war zu schwach,und mußte dem Feinde entgegengehen, welcher durch die freienAemter vordrang.

Nur Schwyz erkannte die Wichtigkeit, sich des Brünig zu be-meistern, durch einen kühnen Streich die Stimmung Obwaldenszu gewinnen, und so der weitläuftige» Vertheidigungslinie derBergkantvne auf der Abendseite ein starkes Bollwerk zu erwerben.

Es sandte gen Unterwalden über den See eine Schaar von338 Männern; auch die Waldstatt Einsiedeln schickte Streiter,und selbst der kleinste von den alteidgenössischen Freistaaten, Ger-sau, am Fuß des steilen Rigi, ordnete 54 seiner Bürger zumMitzuge gegen den Brünig.

Am 22. April brach das kleine Heer auf gegen Obwalden.Die Hauptmacht desselben bestand ans 900 Mann Nidwaldnern,zum Theil mit Fcuerröhren, zum Theil mit Knütteln bewaffnet.Ihr Führer war der Landeshauptmann Zelger.

Sie fanden in Obwalden keinen Widerstand; die Negierungdieses LändchcnS, zitternd vor Gräueln des Bürgerkriegs, gestat-tete den Eidgenossen sogleich bei erster Aufforderung Durchzug.Die Erscheinung dieser Schaaren, ihr Nus für Kirche und Vater-land, die Gerechtigkeit ihrer Sache, die Erinnerung an alle ehr-würdigen Bande, mit welchen Obwalden an sie seit Jahrhunderte»geschloffen war, verwandelten schnell die Stimmung des zusammen-strömenden Volks. Wie ein elektrischer Schlag zuckte Enthusiasmusvon Dorf zu Dorf. Inzwischen die Eidgenossen den leeren Gebirgs-paß des Brünig an Berns Grenzen besetzten, verwarf am 23. April