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Hochverrath; Schweige», Nichteinstimmen in das allgemeine Zür-nen, verdächtig. Wer zufällig, oder mit Vorbedacht, nicht an derLandesgemeinde vom 7. April erschienen war, geistlichen oderweltlichen Standes, ward gezwungen, den Eid, in Gegenwarteines Priesters und eines weltlichen Beamten, in seiner Pfarreinachzuschwören.
Nüchterne Ueberlegung schwieg von nun an; Schrecken herrschte;die wilden Haufen geboten, die Weisen gehorchten.
Eine neue Landsgemeinde (am 13. April) ernannte einen voll-ständigen Kriegsrath, zur Wirksamern Führung der Geschäfte.Dieser bestand aus sämmtlichen Vorgesetzten, Hauptleuten undeinem zugezogencn Landmann aus jeglichem Kirchgang. Er empfingVollmacht, alle den Umständen entsprechende Maßregeln zu er-greifen, die Truppen in Waffen zu üben, und bei Stansstaadam See, und auf der Unterwaldncr Uferspitze, die untere Nasgenannt, welche die Mitte des Waldstätter-Sces beherrscht, woer zwischen den Gebirgen am engsten wird, Vertheidigungswerkeauzulegen.
Reich war der neue Kriegsrath an Männerzahl, nicht so reichan Sachkunde und Scharfblick. Es fehlte ein Alles durchschauender,nach gleichen Zielen leitender Geist, der die Summe der vorhan-denen Mittel kannte, würdigte, anwandte, und da neue hervor-rief, wo sie mangelten. Und wie in dieser Versammlung, gebrachgleiche Einheit des Willens und der Kraft überall den zum Kriegverbündeten Bergkantonen. Der Augenblick war vor der Thür,wo im offenen Schlachtfelds das Schicksal der Hirtenländer ent-schieden werden sollte; langsam wälzten sich Frankreichs Heerschaa-rcn aus der Ebene gegen die helvetischen Hochgebirge heran, abernoch hatten diese zum Streite entschlossenen Eidgenossen weder ge-meinsamen Oberfeldherrn, noch gemeinsamen Krtegs-plan.