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schlossen vom ehrwürdigen Kranze tausendjähriger Linden und Buchen,welche noch von der Hand der ersten Freiheitsstifter gepflanzt znsein schienen, sank es betend auf die Kniee, den Himmel um Er-leuchtung anstehend. Dann forderten hundert Stimmen vor Alleindes Landes Scelenhirten auf, über die neuhelvetische Staatsver-faffung zu reden.
Da erhoben sich im Kreise der Landleute die Priester. DerVornehmsten ihrer einer rief: „Was den Ursprung der Konsti-tution betrifft, so kömmt sie aus Paris — diesem gottlosen Ba-bylon! Ihre Urheber sind weltbekannt. Man nennt sie Jan-seuisten, Deisten, Naturalisten, Atheisten, Philosophen,Freidenker, Aufklärer, Freimaurer, Jlluminateu, Ja-kobiner u. s. w. — Irrende Sterne sind sie, denen die ewigeFinsterniß Vorbehalten ist; ungestüme Meercswellen, die ihreeigene Schande anSschäumen; — Bösewichte, die Kains Wegewandeln, Balaams Verführung um den Loh» ansschütten, unddurch Kores Widerspruch endlich zu Grunde gehen"*).
Er erklärte nach diesem bündigen Eingänge die Hauptgruud-sätze der neuen helvetischen Staatsverfassung. „Wenn man, sagteer, wenn man das Volk mit französischen Grundsätzen aufklärt, sodarf man zur Belohnung den Kirchen und Klöstern den Reich-thum ihrer Stiftungen und die Pracht ihres Gottesdienstes hinwcg-nehmen! — Die natürliche Freiheit des Menschen ist un-
*) Diese und folgende Stellen aus den damals gehaltenen Reden derUnterwaldner Priester sind acht und wörtlich-treu aus denselben ge-zogen, wie sie von ihnen selbst in eine Flugschrift folgenden Titelswieder eingerückt sind: „Der schröckliche Tag am S. Septemberdes Jahres 1788 in Unterwalden von wirklichen Augen-zeugen acht beschrieben." Ohne Anzeige des Druckorts. 8. 17ÜS.88 Seiten. Treffender, als durch ihre eigenen Worte, kann der from-men Redner Geist und Borstellungsart unmöglich charakteristrt werden.