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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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dehnte. Was die Thätigkeit der Vorgesetzten noch mehr lähmte,war der Zwiespalt unter ihnen selbst, welcher sich in allen seinensürchterlichen Wirkungen enthüllte, als Bern und Solothurnund Freiburg schon unter Frankreichs Waffen gefallen waren,und die Noth am höchsten stieg.

Frieden und die Freundschaft, welche der Oberfeldherr Brünenoch im Namen seiner Republik den demokratischen Ständen derSchweiz zugcsichert hatte, hob er endlich durch seine Verkündungeiner Einen und untheilbaren Republik bald wieder auf, undsein Nachfolger im Oberbefehle der französischen Armee, Schauen-burg, vollendete das Begonnene.

So war cs entschieden, daß auch die Hirtenkantone aufgc-löset, und in die Form eines neuen Freistaates verschmolzen wer-den sollten. Sich selbst überlassen waren schon die mächtigstenBundesglieder der Eidgenossenschaft im ungleichen Kampfe gefal-le»; jetzt mußten die Hirtenländer entweder allein für ihre Selbst-ständigkeit in den Streit gehen oder degi Gebote des Neberwindersgehorchen.

Hcllsehendere Männer beider Unterwalden aber verkannten nichtdie Große der Gefahr, und das Vergebliche in dem UngeheuernWagestücke, mit einer Handvoll der neuen Kriegskunst unerfahrncrAelpler, den Besiegern der europäischen Könige Stirn zu bieten.Es schien Weisheit, sich dem Schicksal mit Gelassenheit zu unter-werfen, nnd für die Menschheit da Gewinn zu ziehen, wo fürden kleinen Staatsvercin Verlust sein sollte. Jenseits derStürme, in welchen die Bande vieler kleinen, in sich selbst kraft-losen Republiken zerrissen, lächelte eine trostvollere Zukunft dazeigte die Hoffnung alle Schweizer als ein einziges und darum zumSchutz der Freiheit stärkeres Volk; da galten nicht mehr die Schran-ken der Geburts- und Ortsvorrechte; da konnte bessere Gerechtig-keitspflege aufgehen; da wurden Vorurtheile zerstört, welche sich