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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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bäume, welche besonders die Seeufer bei Kersiten beschatte»,und deren Früchte i» Nachbargelände verführt werde».

Die reichen Waldungen der Gebirge gehören zum Schatz desLandes, und noch immer werden ansehnliche Geldsummen für aus-geführtes Bau- und Brennholz bezogen. Aber wegen gänzlicherUnkunde in der Forstwirthschaft verdünnen sich die nutzbarsten Ge-hölze., Indem man die nächstgelegencn Waldreviere nachBequemlichkeit abtrieb, ohne an Gehau und Schonung zu denken,veröden dieselben und zwingen zu den entfernter» Zuflucht zunehmen. Eine Klafter Schcitcrholz, welche noch vor zwanzigJahren zu drei Gulden verkauft ward, gilt jetzt schon acht Gul-den. Diese Verspürung des Holzmangels vermochte die Obrigkeitvor der Revolution, die Ausfuhr des Holzes in andere Kantonecinznschränken. Ein großer Theil, vielleicht der größte von denHochwäldern, liegt so hoch in den Gebirgen, daß der Transportdes Holzes beschwerlich, kostbar, oft fast unmöglich ist. Unbekanntmit den Vortheilen der Holzflößen und Niesen der Tyroler, Salz-burger und Pontironen der italienischen Schweiz, verdirbt jährlicheine ungeheure Menge des besten Holzes.

An Kunstfleiß fehlt es den Unterwaldnern. Statt ihre rohenMaterialien selbst zu verarbeiten, verkaufen sie dieselben und neh-men solche verarbeitet um den doppelten Preis zurück. WenigeWeber arbeiten nur für das Land, und man läßt noch auswärtsweben. Tuchmacher, Töpfer, Hutmacher u. s. f. fehlen gänzlich.Inzwischen nimmt doch auch hier Sinn für größere Bequemlichkeitzu. Man kleidet sich minder in halbwollenes Landtuch, wie ehe-mals, sondern begehrt ganz wollenes, auch wohl feine Zeuge. Vorfünfzig Jahren hat der Tuchhandel im ganzen Lande nicht so vielabgeworfen, als jetzt von vier bis fünf Kaufleuten einer alleinabsetzt. In gleichem Verhältnisse ist das Bedürfniß von baum-Zsch. Ges. Schr. 34. Thl. 10