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schah in Nidwalden; nicht also in Obwalden. Hier wurden nurzwei Landvogtcien im eigentlichen Sinne verkauft; aber das dafürempfangene Geld verlor sich nicht in den Händen der Stimmgeben-den, sondern floß in den öffentlichen Schatz.
Es wagte auch Wohl dann und wann ein treuer Patriot, ge-gen die Entehrung des Volks zu reden. Es ward der Vortheilins Licht gestellt, statt die erlöseten Summen an Landleute, unterden Namen der Gaben, zu vcrsplittern, sie zu öffentlichen An-stalten zu sammeln — aber gewöhnlich ward er zurückgewiesen,und mußte fürchten, Feind des Volks geheißen zu werden, weil ersein Volk liebte.
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Der allgemeinste und vorzüglichste Nahrungszweig Nidwaldensist die Viehzucht. Diese wird mit der den schweizerischen Hirteneigenen Sorgfalt betrieben. Ihr sind die weiten Alpen in denHöhen, und die fruchtbaren Matten in den Thalungen ausschließendgewidmet. Eine Kuh verzinsete sich jährlich mit fünfzig bis acht-zig, ja selbst, doch selten und nur in den ergiebigsten Gegenden,mit hundert Gulden.
Nach einer im Jahre 1794 von der Kommission der Eilfer*) inNidwalden vorgenommenen Aufnahme des gesammten Heu- undViehstandes, betrug die vorhandene Summe des Heues an Klaf-tern 27,714, und an „Kupschwer" oder Stücken Hauptvieh 4994.
*) Nidwalden war politisch in cilf Urtinen gctheilt. Ein NathSglicdaus jeder llrti, verbunden mit den Landräthen der Urti Stans, bil-deten unter Vorsitz des Landammanns den Wochenrath, welcherwöchentlich zweimal gehalten ward.