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lichen, besonders in katholischen Demokratien der Schweiz, zumLeiten des Volks. Herkommen, Religion, Beichtstuhl und selbstdas Recht, in politischen Volksversammlungen die Stimme er-heben zu dürfen, öffneten ihnen die Bahn. In Landcsgemeindenhörte man den Vortrag der Weltgeistlichen und selbst der Kapu-ziner, auch wenn sie Ausländer waren, zuerst. Sie hatten sogarErlaubniß, bei Wahlen mitzustiinmen, und machten sich durch diesesVorrecht, so wie durch Beredsamkeit, selbst den Gebildeter» wichtig.
Von Vorurtheilen befangene Menschen sind furchtsam bei Neue-rungen. Sie lieben betretene Bahn, und. erblicken in jeder Ab-weichung eine Verirrung.
Daher durfte auch kein Geistlicher, ohne Gefahr seines An-sehens, der Einführung nützlicher Anstalten und Einrichtungen dasWort reden, welche von dem Gewohnten abwichen. Seine Feindeoder Neider wußten es schnell zu benutzen, um ihn zu stürzen.
So ward der Unterricht der Jugend vernachlässigt.Die Kinder der Landleute wurden, wie ihre Vorfahren waren,und ihre Nachkommen konnten nicht besser werden. Es lag sogarzuweilen in der Hauspolitik der reichern Geschlechter, deren Gliederdurch Handel, durch Reisen, durch ausländische Kriegsdienste einenhöhern Grad von Bildung gewonnen hatten, das Volk in mora-lischer Verwilderung zu lassen, um der ersten Staatsämter unddes Einflusses sicherer zu sei».
S.
Wirklich war in Unterwalden immer der Armuth viel, undselten Bestreben, sie zu mindern. Sehr reiche Privatleute hattedas Land nie, sondern nur wohlhabende, bemittelte und eine großeZahl höchstdürftiger Bürger. Unwissenheit, Trägheit und Mangelsind unzertrennliche Gesellen.