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birge düstere Regenschauer hervor, während über Schwyz undLuzern am entgegengesetzten Sceufer noch Heller Himmel lächelt.
Der Körperbau der Obwaldner ist schöner, fleischiger, die Ge-sichtsfarbe blühender, lebhafter. Der Körperbau der Nidwaldnerist gedrängter. Sie sind stark, knochigt, hager, von minder frischerFarbe.
Obwalden beherbergt ein heiteres, freundliches Volk, es istgewandter, friedlicher.
Nidwalden beherrscht ein ernsterer Geist, das Volk ist gut-müthig, aber finsterer, zurückhaltender in seinem Wesen; minderlebhaft, schwärmerisch-eifrig in seinem kirchlichen Glauben; kriegs-lustig und kaltsinnig in der Gefahr.
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Es gehörte dieser kleine Freistaat zu denjenigen, in welchenseit Jahrhunderten kein Fortschreiten der Kultur wahrge-nommen wurde. Das Volk behielt mit den Gebräuchen der Vor-welt deren Unwissenheit, wie dies der Fall in den meisten demo-kratischen Kantonen der Schweiz war.
Obgleich Unterwalden weniger berühmte Staatsmänner, Ge-lehrte, Dichter und Künstler hervorbrachte, als fast alle andernKantone der Schweiz, so fehlte es ihm doch an solchen nicht gänz-lich. Auch bemerkte man immer da, wo das Volk nicht durch ein-seitiges Interesse oder durch Vornrtheile gebunden war, kraftvollenMutterwitz, Schnelligkeit im Begreifen, Geistesgegenwart, und ge-sundes Urtheil, wodurch es vortheilhaft, wie das Volk jedes herr-schenden Kantons, von dem mehr oder minder niedergedrückten, anNahrungssorgcn klebenden Geist untcrthäniger Landschaften abstach.
Nur von den Händen der Geistlichkeit, welche unter den Hirtenallein im Ruf und Besitz der Wissenschaft war oder sein sollte,