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solchen Verhältnissen durch ehrenvolle Kapitulation mehr, als durchfruchtlosen Widerstand gewonnen werden könnte?
Es ist unmöglich, zu beschreiben, wie heftig, wie verschiedendie Meinungen über diese Fragen fielen. Alles gericth in stürmischeBewegung. Indem keiner diesen Morgen und diese Frage unterdem Schwyzcrheer erlebt zu haben wünschte, fürchtete jeder dieStimmenmehrheit für Kapitulation und sich ihr unterziehen zumüssen, jeder die Gewalt der Liebe und Lebenslust über seinenheldenmüthigen Entschluß.
„Nein, schrien Hunderte: laßt uns sterben! sterben! — alleeinmnthig in den süßen Tod ums Vaterland gehen!" — Andere,welche nach gleichem Ziele strebten, aber durch mildere Darstellungdesselben leichter dafür zu bereden hofften, riefen: „Wir wollenso lange gehörlos sein für Unterhandlung, bis zwei Drittelvon uns da am Morgarten hingestreckt liegen, wo unsereVäter ruhen. Dies Opfer ist ja nicht zu groß für ihr Andenken,für unsere Nachkömmlinge und für die Freiheit!" — Viele Haus-väter sanftern Sinnes, ihre Gattinnen und Kinder im Herzen undGedächtniß, sprachen: „Brüder, überleget wohl, was ihr thut!Der Tod unserer Ahnen an diesem Orte war freilich Sieg fürVaterland und Freiheit; aber jetzt wären bei gleichem Muthund Zweck Sieg und Tod vergebens. Und würden wir alleLeichen, so würden die noch von uns unbesiegten übrige» Franken, —und ihre Zahl ist groß! — über unsere und ihrer Brüder Leich-name gehen, und unsere Heimat mit doppelter Wnth zerstören,Weiber und Kinder mißhandeln, und die Thäler mit Mord undBrand füllen. Unser Tod hätte nicht das Unglück gemindert, abergemehrt!"
Andere, obschon sie die Staatsumwälzung längst für unver-meidlich, doch durch die Hand eines fremden Volkes für schändlichgehalten, erhoben ihre Stimmen mit freierm Muthe: „Sichert die