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garten; ihnen folgten langsamer hundert und fünfzig ihrer Lands-leute, und viele aus dem Landsturm von Steinen*). Das vonReding abgesandte Bataillon zog zugleich von der Seite des rothenThurms dahin.
Die Franken aber hatten das Alpenthal von Morgarten er-stiegen, sie rückten schon über die Anhöhe abwärts bis in die gegenden Sattel gelegenen Waiden. Als sie den Anzug der fünfzigScharfschützen wahrnahinen, machten sie auf dieselben ein ununter-brochenes Feuer. Die Scharfschützen aber, wenig davon geschreckt,stellten sich zur Gegenwehr, und hielten die Franken so lange zu-rück, bis auch jenes. Bataillon vom rothen Thurm die Höhe er-stiegen hatte, und von der Morgenseite her unvermuthet dem Feindein die Flanken fiel. Das Feuer erglimmte nun von allen Seitenheftiger. Die nacheilcnden hundert und fünfzig Urner und Schwy-zer, als sie solches sahen, verdoppelten ihre Schritte, um an demKampfe der Brüder Theil nehmen zu können.
Sobald sie alle vereint waren, hieß cs: „machen wir's kurz,nehmen wir sie unter die Kolben!" Da rollte der Sturmmarsch,und blitzschnell brachen mit gefälltem Bajonett die Schweizer indes Feindes Glieder. Bald war auch hier der Franken Flucht ent-schieden. Die zwei Bataillone von Rothenthurm hatten den Feindinzwischen noch bis auf die Berghöhen getrieben. Zweimal stelltensich die Weichenden wieder; zweimal entbrannte der gleiche Kampf;aber der Morgarten, nur den Siegen der Schweizer heilig, sahbald überall ans seinem stillen Gelände den Feind geschlagen.Der Plan der Franken, zur nämlichen Zeit von zwei Seiten einenAngriff zu machen, veränderte sich also in gleichzeitige Flucht.
*) Ein Pfarrdorf, nur eine Stunde von Schwyz, bekannt dnrch LandvogtGeslerS Spruch, als er daselbst Werners von Stauffach Hauserblickte! „Kann man leiden, daß Landvolk so schön wohne!"