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ropcns handgemein zn werden, war so groß, daß fle dem fürchter-lichsten Feuer aus tausend Rohren und Schlünden zum Trotz, durcheine Ebene von mehr als achthundert Schritten festgeschlossen vor-drangen, ehe sie ihren Feind in seiner überaus günstigen Stellung
am Fuße des Berges ergreifen konnten. --Ihr Schritt-wurde
zum Lauf, ihr Lauf zum Flug. — In Jedem rief's: es ist umsVaterland! Der Tod oder der Sieg waren ihnen gleich reizend.Soldaten und Befehlshaber wetteiferten, wer zuerst den entweihtenBoden der Freiheit mit Feindcsblnt heiligen sollte. Die Frankenschienen bei diesem Anblick einen Augenblick unschlüssig, ob Flucht,ob Widerstand? Als aber die Schwyzer von allen Seiten mit gleichfestem Schritte und gleicher Kaltblütigkeit so nahe herankamen,naß man einander in die Augen sah, war's entschieden. Das Ba-jonett der Schwyzer brach die feindlichen Reihen. Ein viertelstün-diges Gemetzel, und die Franken ergriffen von allen Seiten dieFlucht, so schnell, daß von ihrer Seite kaum noch ein Schuß fiel.Binnen einer halben Stunde waren die Schwyzer Meister von denAnhöhen, auf Wegen, die in so kurzer Zeit sonst vom besten Fuß-gänger nicht gemacht werden. Die Franken büßten viel Volks.
In der Gebirgskette auf den Grenzen von Zug und Schwyz,zwischen dem stillen See von Aegeri und dem Berge, genanntSattel, schweift auf den Alpenhöhen in milden Biegungen eingrünes Thal hin — dies ist Morgarten.
Dort hinan klimmten, von Aegeri herauf, die fränkischen Ko-lonnen. Unbesetzt von den Schwyzcrn waren jene Höhen, seitdemRückzüge von der Schindellcgi. Alles kam darauf an, auch diesenPosten wieder zu gewinnen.
Zum Glück waren am gleichen Tage des Morgens am Satteldreihundert Mann frischer Hilfstruppen von Uri erschienen, geführtvom Urner Landeshauptmann Schmid.
Sogleich eilten fünfzig Urner Scharfschützen gegen den Mor-