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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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selb nicht verlassen. Einer von ihnen, der des Morgens eine starkeWunde im Schenkel, am Nachmittag eine in dem Leib empfangen,kämpfte mit gleichem Muth fort, bis ein dritter Schuß durch seinenArm ihn außer Stand setzte, sich des Gewehrs zu bedienen. Dannging er nach Haus, noch ungefähr acht Stunden weit. Paarweisstritten sic, zerstreut zwischen Felsen und Bäumen; paarweis fielensie, bis zum Tode sich und der Muttererde getreu, für die siefochten. Keiner beklagte seine Wunden, Keiner seinen gefallenenFreund. Keiner, als der fürs Vaterland erblaßte, schien an diesemfestlichen Bluttage bencidenswürdig zu sein.

3 .

Odemlos, von Staub und Schweiß bedeckt, kam aus freiemTrieb im vollen Lauf ein redlicher Mann von Einsiedeln, genanntMeinrad Käly; er übcrbrachte dem Landeshauptmann die uner-wartete Nachricht, daß die Franken schon über den Ezel heran-ziehen. Er erzählte, daß der Pfarrer Marianus am Morgen umacht Uhr auf den Ezel gekommen und gesagt habe:Ihr lieben,guten Leute, ich halte fürs Beste, daß ihr nach Hause gehet, unddie Waffen nicderlegct. Das Wehren hilft uns' hier doch nichts,weil man an den übrigen Posten auch nicht zu widerstehen gedenkt!"Auf dieses sei er gen Einsiedeln zurückgeritten, und die Mannschaftdem Beispiel des geflüchteten Vcrräthers gefolgt.

Einsiedeln und Schwyz waren so durch den Streich des Prie-sters den Franken offen. Die Truppen an der Schindellegi, umnicht umgangen zu werden, und noch eine Verbindung mit Ein-stedeln und St. Jost zu unterhalten, mußten sich zurückziehcn. Esgeschah in aller Ordnung. Scharfschützen und Grenadiere decktenden Zug. Um drei Uhr Nachmittags erreichten die Schwyzer No-