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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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holt einen Befehlshaber. Doch kein Offizier von allen SchwyzerBataillons wollte mit dem Mönche das Kommando theilen, über-zeugt, daß keiner ihrer Befehle vollzogen werden würde, so mitdem Eigensinn des Pfaffen tm Widerspruch stände. Darum ant-wortete Nedüig den Einsiedlern:Da ihr einmal den Ezel besetzthaltet unter euerm Pfarrer, so traget Geduld. Obwohl ich vonihm selbst, als einem Schwärmer, des Guten wenig erwarte, sotröstet mich der Gedanke an Treu und Muth der Hauptleute undSoldaten von Einsiedeln."

Als der geistliche Ritter um Mitternacht beim Kriegsrath ge-meldet wurde, wagte man nicht einmal, ihm den Zutritt zu ver-weigern. Als die Verthcidiguug einer zweiten Linie zur Sprachekam, ergrimmte er und rief:Diese Berathung ist unnütz undverräth unnöthige Furcht. Wenn Schindellegi und andere Postenso vertheidigt werden, wie ich mit den Einsiedlern den Ezel schir-men mag, so sind wir Sieger. Und ich betheure euch bei allenHeiligen, alle Einsiedler werden, wie ich, jenen Grenzposten biszum letzten Blutstropfen verfechten!"

Eben so schwur er noch einmal dem Landshauptmaun beimAbschiede, und versprach demselben durch Eilboten alle wichtigenVorfälle zu melden.

Am 2. Mai, des Morgens um zehn Uhr, erschienen die Fran-ken, zweitausend Mann stark, vor Schindellegi. Die Scharf-schützen kamen zuerst mit dem Feinde ins Gefecht, und hielten ihnfast zwei Stunden lang auf, ehe das Bataillon und die zwei Ka-nonen der Schwyzer wirksam werden konnten. Gegen ein Uhrverminderte sich das Feuer, und hörte endlich ganz auf.

Die Schwyzer stritten an diesem Morgen nicht wie Hirten,welche von den Alpen gekommen, sondern wie Soldaten, die inFeldlagern ergraut waren. Jeder von ihnen drängte sich vor,handgemein zu werden. Mehrere Verwundete wollten das Schlacht-