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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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So viel Unglücksfälle erhöhten die allgemeine Begeisterung.Hinfällige Greise und nnmündige Knaben wollten an dem RuhmeTheil nehmen, unterzugehen mit dem Vatcrlande. Frauen undMädchen spannten sich vor die von Luzern entführten Kanonen inBrunnen, und zogen sie hinauf ins Gebirg, über Steinen undSattel gen Nothenthurm. Fast alle Weiber des Landes warenbewaffnet; die mehrsten mit Keulen. Ihrer viele waren gleich-förmig ausgezeichnet, durch weiße Binden ums Haupt undHirthemden über den Schultern. Wo ein Feiger zu entschlüpfenwagte, faßten sie ihn mit Gewalt, und schickten ihn zum Kampfan die Grenze.

Also bewachten Mütter und Töchter das Land, während ihreVäter, Gatten, Söhne, Brüder, im Angesicht des Todes standenans dem Gebirg.

Und sie standen kalt und fest, wie ihre ewigen Felsen da, undentschlossen, ihr Leben nun dem Vaterlande zum Opfer zu bereiten.Ans den grünen Höhen von Morgarten wollten sie das heiligeDenkmal altschweizerischer Tapferkeit erneuern, nnd ihren Enkeln,wenn auch nicht die Freiheit, doch die feierliche Lehre im Jahrbuchder Welt hintcrlassen, was man um Freiheit opfern müsse,*)

So standen sie da, an der Schindellegi, der Tod ihre Er-wartung, und die nie von einem glücklichen Feind betretene Erdezn rächen, ihr Wunsch. Wie sie und Reding, erwartete kalt undkühn einst Leonidas mit seinen Spartern bei Thermopylä denUntergang.

Als Aloys Reding die Stimmung seines Volks währnahm,wandte er sich zu demselben und sprach:Liebe Landsleute nnd

*) Wirklich glaubten die Meisten, daß sie mit dem Verlust ihrer vonden Vätern ererbten Ordnung auch alle Freiheit in weltlichen undgeistlichen Dingen verlieren und Frankreichs Nnterthanen werden müßten.