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heut zu Tage sich noch die Apostel des Fanatismus und des Auf-ruhrs brüsten?
„Die überlegenste Mehrheit der helvetischen Nation hat dieKonstitution angenommen; ihre Gesetzgeber beschäftigen sich unauf-hörlich mit den Mitteln, sie in Thätigkeit zu setzen. Das Voll-ziehungsdirektorium ist eingesetzt — Ehrfurcht und allgemeines Zu-trauen haben es umrungcn — seine Stütze ist die fränkische Re-gierung, und Vollmacht ist ihm gegeben, über Truppen zu schal-ten, welche ganz Europa besiegt haben. Was vermochte Wohl sogroßen Vorkehren die Minderzahl unmächtiger Aufrührer entgegenzu setzen?
„Bürger, höret einmal die Stimme der Vernunft! Vereinigeteuch unter die Fahne der helvetischen Konstitution! Kehret zurückin den SchooS einer Brüderfamilie, die die Arme nach euch auS-streckt! Euer Eigenthum, eure Religion sollen unangetastet bleiben;die Duldung ist die erste Tugend eines freien Volkes.
„Wenn ihr aber in eurer Blindheit verharret, wenn ihr aufdie Lügenstimmen des Fanatismus zu achten fortfahret, so stürzetihr euch nothwendig in einen Abgrund von Uebeln. Aber zitternsollen sie, die Urheber eurer Blindheit, diese stirnloscn Heuchler,die selbst an die Mährchen nicht glauben, die sic euch vorschwatzen;eine eremplarische Strafe wartet aus sie.
„Auf der einen Seite Freude und Glück, — auf der andernSeite Krieg und alle Qualen, die ihn begleiten! Wählet, nochhabt ihr Zeit dazu! wählet! aber — geschwind!"*)
Das Volk der schwyzerischen Thäler, nur unter dem Gebot derKirche kindlich-zahm, sonst trotzig-kühn, kaltblütig in Gefahren,unbändig, mehr bisher von Sitte und Brauch, als vom Gesetz ge-führt, vernahm die Worte Schauenburgs mit Unwillen. Wer ein-
') Aarau, den 27. April 1793.