Druckschrift 
34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

189

am rothen Thurm. Dieses Hügelland wurde durch zwei Bataillone be-setzt; ihre Anführer waren Nychenbachcr und Joachim Hediger.

Am stärksten geschützt waren die Seiten von Schwyz gegen denKanton von Zürich. Dort standen die Glarner unter ihrem erfahr-nen Oberst Paravicini; die muthigen Einwohner der Höfe; dieHilfstruppen von Sargans, Uznach, Gaster und die ans der March,ein Bataillon von Schwyz, und ein anderes von Einsiedel».

Als dies glles angeordnet war, erschien vom Oberbefehlshaberder Franken die letzte Aufforderung').

Ich hätte glauben sollen, daß mein freundliches, friedlichesBenehmen, daß meine Sorgfalt, euch aus der Blindheit zu reißen,in der euch unversöhnliche Feinde der Freiheit gefangen halten,euch endlich einmal von der fränkischen Großmnth überzeugen würden.Mit welchen Schmerzen habe ich daher nicht vernehmen müssen,daß eine Handvoll. Fanatiker sich habe beigchen lassen, sich demTruppenmarsch der großen Nation entgegen zu setzen! Aber mitder Schnelligkeit des Blitzes hat auch die Strafe dieses verwegenenUnternehmens geeilt; die Rebellen liegen im Staube!

Einige von ihnen sind in unsere Hände gerathen ich warHerr ihres Schicksals; aber ferne war von mir die Empfindungder Rache; nur in der Schlacht ist der Franke fürchterlich; derSieg macht ihn wieder zum Menschenfreund; der Freiheit wur-den sie wieder zugestellt, diese unglücklichen Schlachtopfer der Un-wissenheit und des Aberglaubens sie werden zu euch zurückkehrenund euch sagen, wie sie seien behandelt worden.

Sie wurden bei den vornehmsten Behörden Helveticas vorge-laffen; überall haben sie nur die Stimme des Friedens und derBrüderlichkeit vernommen; mit welchem Vorwände können denn

') Schreiben Schauenburgs an die Bewohner der Kantone, welche derhelvetischen Mehrheit noch nicht beigetreten find. Aaran, 27. April 1798.Zsch. Ges. Schr. 81. Thl. 6