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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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So wurde das Zeughaus geplündert. Jeder nahm, was ihmzufiel. Viele verkauften ihren Raub wieder; andere schleppten Ge-schütz, Sabel, Munition u. s. w. in die Schiffe am Seeufer, undsandten die Bcnte ans Brunnen.

Aber zwei schreckenvolle Botschaften löseten urplötzlich den Rausch,und setzten dem Schwärmen ein Ziel.

Der am Morgen mit der Nachricht von Einnahme der StadtLuzern nach Zug gesandte Eilbote kam zurück. Nicht einmal bisZug hatte er die Freudenpost bringen können; denn die Franken,ohne Widerstand zu finden, waren schon dort eingerückt, und droh-ten nun folgenden Tags ins Schwyzergebiet einzubrechen.

Am Zürichsce hatten sich die Verbündeten durchaus unthätiggehalten in ihren Stellungen; inzwischen die feindlichen Brigadenauf beiden Seeufern heranrauschten.

Alle diese Anzeigen, und die muthlose Unentschlossenheit derLuzerner Landleute, zwangen den Kricgsrath der Schwpzer zurAenderung des Plans. Man trat zusammen. Bald war'S ent- -schieden, daß der Angriffskrieg in bloße Vertheidigung heimatlicherGrenzen verwandelt werden müsse.

Der rechte Flügel bei Wollerau und Rapperswyl erhieltBefehl, seine Stellung zu behaupten, und der linke Flügel beiMeyringen und Brienz, sich an die Obwaldner Grenzen zu-rückzuziehen.

Der in Luzern eingedrungene Heerhaufe eilte sogleich am Abenddesselben Tages in das Gebiet von Schwyz zurück. Am folgendenTage wurde Luzern schon von den Franken besetzt*).

I Den 30. April.