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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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laut Verzeichnis,, welches dem Herrn Stuckhauptmann Hedlingerzugestellt worden, aus dem Zeughaus abgegeben werden. DenEingangs benannten löbl. Ständen soll für ihre gehabten Kriegs-nnkosten zehntausend Gulden baares Geld, und für eine gleicheSumme Früchte verabfolget werden. Schließlich soll diesen be-mcldtcn, und andern mit ihnen verbündeten Ständen, der freieDurchpaß, zu allen Zeiten, durch Stadt und Land gestattet sein."

Ein merkwürdiger Zug der vereinten Kricgsvölker der Wald-stätte» darf nicht mit Stillschweigen übergangen werden. Siesammelten sich bald nach dem Eintritt in die Stadt ui» die Kirche,überließen sorglos ihre Waffen einigen Schildwachten, und tratenin den Tempel, um dem Himmel für das Gelingen ihrer WerkeDank zu bringen, und mit gebührender Andacht Messe zn höre».Ei» rascher Entschluß der Luzerncr, und das fromme Heer wärein die Kirche eingesperrt, gefangen, entwaffnet worden. Doch Nie-mand störte die Beter.

Nach vollzogener Andacht strömten die Krieger vom Altar wil-den Getöses zu den Wirths- und Trinkhäusern, und von dadurchalle Straße». Umsonst eiferten die Hauptlcute gegen Unordnungen.

Mit Hohn und Jubelgeschrei wurde der Freiheitöbaum nicder-gehauen, Hut, Fähnlein und Kränze abgerissen und im Feicrzugdurch die Gassen geführt, unterm Gesänge des Volksliedes:

Wilhelm, wo bist du, der Telle?

von Lärmen und Gelächter oft unterbrochen.

Andere bestürmten das Stadthaus, die Schlüssel des Arsenalszu fordern. ES war vergeblich, daß die Befehlshaber ihren Soldatendie Ungerechtigkeit der Plünderungen und die abgeschlossene Ka-pitulation verstellten. Der Kapuziner Paul Styger stieg aufdie Kanonen, und rief:Nehmt, Kinder, nehmt! Alles ist Euer!Alles! Ihr seid die Sieger!"