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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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ständniffe, welche im Wege stehe», aufgeklärt werden könne».Aber die Zeit ist dringend, und der Augenblick kostbar. Einefurchtbare fränkische Armee rückt gegen die Grenzen der nicht ver-einten Kantone, und bald werden fünfnndzwanzigtanscnd dieserkriegSgcübtcsten Truppen, die halb Europa bezwungen haben, unddenen keine Berge nncrsteiglich, keine Thäler unzugänglich sind,bereit stehen, dasjenige durch Gewalt durchzusetzcn, was Klugheitund Vaterlandsliebe mit so mächtigen Gründen von selbst zu thunrathen.

Das Vollziehungs-Direktorium ladet daher den Landrath desKantons Unterwalden nid dem Wald gleich den Landräthen derübrigen nicht vereinte» Kantone aufs dringendste und nachdrück-lichste ein, unverzüglich Abgeordnete aus ihrem Mittel zu ihm nachAarau abzuscnden, damit das Heil ihres Vaterlandes mit densel-ben berathen, und die ob ihnen schwebende Gefahr noch abgewandtwerden könne. Sic werden offene Arme antreffcn, um ehemaligeEidgenossen zu einer wahren brüderlichen Vereinigung zu empfan-gen, und den schwachen Zusammenhang, welche eine verjährte Bun-desgestalt gewährte, in ein festes und ewiges Band zu verwan-deln; während dem hingegen das Herz jedes helvetischen Bürgersdurch den Gedanken zerrissen wird, daß in eben den Thälern, wofür den Anfang der Freiheit so inuthig gestritten worden, dasBlut eines irrgcführten und schrecklich mißleiteten Volkes für dieSache des Fanatismus nnd einer nbelv erstandenen Freiheitfließen, und unübersehbares Elend im Gefolge des Kriegs überdasselbe gebracht werden sollte."*)

Der kalte Ton dieses Schreibens, verschieden von der Eidge-nossen herzlicher Sprache; das Drohen der Schweizer gegenLandsleute mit einer fremden Macht, nnd gegen ein Volk,

Z Aarau, den 24. April 17S8.