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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
153
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Darum wandte sich das helvetische in Aarau versammelteVollziehungs-Direktorium noch einmal mit ernstlicher Mahnung andie gewaffneten Waldstätte, vor Eröffnung des traurigen Schau-spiels.

Also lautete des Direktoriums Zuruf:

Es kann Euch nicht unbekannt sein, daß weitaus die größereAnzahl der vormaligen eidgenössischen Staaten eine Verfassung,welche dieselben zn einer einzigen Nation vereinbart, augeuommen,und in ihren wichtigsten Bestandtheilen schon wirklich in Ausübunggebracht hat; die eine und unzertheilbare Republik ist feierlich an-erkannt und öffentlich verkündet; ihre ersten Gewalten sind in vollerThätigkeit, und die lebhaftesten Wünsche werden erfüllt sein, so-bald die noch nicht vereinten Kantone sich zum brüderlichen Bei-tritte entschlossen haben. Allein statt diese gehoffte Vereinigungnahe zu sehen, hat vielmehr das helvetische Direktorium mit inni-gem Bedauern erfahren, daß die Einwohner jener Kantone nichtnnr für sich gegen die Einführung der neuen Staatsverfaffung denlebhaftesten Widerstand äußern, und ihre Ohren aller Belehrungeines Bessern verschließen, sondern daß sie sogar die angrenzendenKantone, die der helvetischen Republik beigetreten sind, an diesenmit Weisheit gethanen Schritt durch die entehrendsten Künste derVolksverführung, und nun auch selbst durch gewaltsame Mittelzurückzubringe», und in den Abgrund, den sie sich selbst bereiten,mit hineinzuziehen versuchen.

Das Vollziehungs-Direktorium, von dem Zutrauen des Vol-kes, durch dessen Stellvertreter es gewählt ist, umgeben, machtcs zu seiner ersten und dringendsten Angelegenheit, die ehemaligenBundesgenossen desselben von ihrer verderblichen Verirrung znrück-znführen, und wird nicht müde werden, alle Mittel zu erschöpfen,wodurch dieselben über ihren wahren Vortheil belehrt, von derNothwendigkeit ihres Beitritts überzeugt, und über die Mißver-