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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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deshauptmann Alohs Rcding. Er sollte, um die beiden Flügelzu vereinen, die Stadt Luzern nehmen, und sich dieses ganzenKantons versichern. Unter ihm standen 2400 Mann Schwyzer,750 Zuger und 500 Unterwaldner.

Der hohe, mit Waldung und fruchtbaren Wiesen bekleideteBrünig, das Grenzgebirge zwischen dem bernischen Oberlande undObwalden, war zur Stütze des linken Flügels bestimmt. Dieserbestand aus 800 Nidwaldncrn, 600 Urnern, 400 Schwhzern, 54Gersauern, 400 Glarncrn, und späterhin gesellten sich auch 600Obwaldner dazu. Major Hauser befehligte die gesammten Schaa-ren des linken Flügels. Er hatte den Auftrag, vom Brünighinab ins Berner Haslithal einzufalien, und Bricnz und Thunzu nehmen.

Die Eidgenossen schickten sich zum Angriffe. Nicht müßigeZuschauerin wollte die reiche Abtei Maria-Ei »siedeln blei-ben. Aengstlich brütete sie über seit Jahrhunderten eingcscharrtcnSchätzen, die bei der Niederlage des Waldstätterheeres ein Raubder Fremden zu werden drohten. Bisher hatte sic sich begnügt,den Kämpfern des Vaterlandes geistlichen Segen, Ablaß von Sün-den, und Zeichen und Wunder z» spenden. Umsonst hatte Schwyznoch vor Kurzem Beistand aus den wohlgcfüllten Kisten der Abteigefordert. Jetzt, beim Anzug der Noth, entschloß sie sich freiwilligzu einer Kricgssteuer von tausend Louisd'or für die muthigen Vcr-theidiger des Altars. Sie bot all ihr Silbergeschirr dem StandeSchwyz, und die Vollmacht, Gelder nach Belieben gegen Ver-pfändung der Klostergüter zu entleihen.

Das ebene Helvcticn, welches der neuen Verfassung gehuldigthatte, sah unterdessen voll banger Erwartung die gegenseitigenRüstungen, und den Ausbruch eines Krieges, der, beim Siege oderUntergange der kleinen Kantone, nur thränenwürdige Folgen habenkonnte.