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fts?) Vaterlandsliebe,,', von kriegerischer Musik begleitet, wur-de» in Hütten und Feldern gesungen. Alles athmete Rache undTodeslust fürs Vaterland.
Das gesammte Heer der Eidgenossen aber, welches sich de»Franken entgegcnstellte, stieg kaum über die Zahl von zehntausendMann.
Mit dieser Macht wollte man es wagen, nicht nur die eigeneHeimat gegen einen an Kunst nnd Stärke überlegenen Feind zuschirmen, sondern selbst die ganze Schweiz zu erschüttern, die Völ-ker derselben aufzurühren, die neu-helvetische Republik zu zertrüm-mern, und die alte Eidgenossenschaft herznstelicn. — Und wahr-lich, ein einziger allgemeiner Sieg von ihrer Seite, eine einzigeNiederlage der Franken, die damals vielleicht nicht dreißigtausendMann anwendbarer Truppen in der Schweiz hatten, würde hinge-reicht haben, den verwegenen Plan anszuführen. Ueberall herrschteMißmuth und Gährung gegen die Fremdlinge; überall wünschteman ihren Untergang. Nie fühlten die helvetischen Völkerschaftenihre Blutsvcrwandschast und den alten Nationalstolz lebhafter, alsin dem Zeitpunkt, da die Urkantone unerschrocken gegen die Fran-ke» auszogen. Selbst in vielen Freunden der Staatsveränderungglühte noch stärker die Liebe für Nationalehre, als für Staats-veränderung. Eine Umschaffnng der Eidgenossenschaft ohne fremdeEinmischung war der Wunsch der größer» Hälfte auch des schonumgeänderten HelvetienS. Die Flucht der Besieger Berns wäre
*) Frcifahnen hießen solche Panncr, unter denen sich allerlei Volks, sofür die gleiche Sache dienen wollte, dem Heere anschließcn konnte.Sie waren meistens mit Heiligenbildern geziert, und mit Inschriften,welche den katholischen Landmann znm Krieg ermuntern konnten, wiez. B.: Wer unter dieser Fahne streitet, hat vollkommeneAbsolution », s. w.