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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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lichcn Gebers am wenigsten leckte dies hätte das schlaffesteVolk nicht ertragen.

Eine furchtbare Raserei bemächtigte sich der Versammelten.Das Geschrei der Menge stieg gen Himmel. Jeder redete, keinerhörte mehr.Wie/'-rief man,sind das jene so oft, so feierlichwiederholten Versicherungen von Freundschaft und Frieden? Istdas die Freiheit, um welche wir die unsere dahingeben sollen?Was haben wir dem Franken gcthan, daß er uns an will?Das Blut unserer Väter, ist'S vergebens geronnen? Haben wirnicht Blut, haben wir nicht Arme, nicht Herzen?"

Mitten in diesem Sturme erhob sich die ganze Landsgemeinde.Das Volk schwur unter freiem Himmel zu Gott und allen Heiligenden feierlichsten Eid:Gott allein sei unser Herr! wir dienenkeinem andern! und wollen für Religion, Freiheit und Vaterlandmit Freuden Leib und Leben, Gut und Blut aufopfcrn; wolle»lieber als Christen und freie Schweizer sterben, denn fremdes Jochunfern Kindern aufladen!"

In den Augen der Greise und der Jünglinge funkelten Thränender Wnth und des Schmerzens. Solche Thräne entehrt dieWange des freien Mannes nicht.

Das Volk warf seinen Fluch auf dasBüchlein von der neuenhelvetischen Konstitution", und befahl, jeden, geistlichen oder welt-lichen Standes, welcher öffentlich oder in geheimen Zusammen-künften diese Konstitution anrathcn, loben, oder als gut auslcgcnwürde, wie einen Staatsverbrecher zu greisen und dem Gerichtezu überantworten.

Das Land in Vertheidigungsstand zu setzen, ward ein Kriegs-rath ernannt aus sechs Gliedern, bevollmächtigt, sich sechs andereLandleute, als Miträthe, bcizuordnen. Beim Vaterlandseid warJedermann verbunden, den Befehlen des Kriegsraths zu gehorche»in Allem. Es ward ferner verordnet, daß alle streitbare Mann-