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-aus dem rauhen Waldthale hervorrauscht, in einer romantischenGegend unter niedrigen Hügeln, im Angesichte des ungeheuer»iGebirgskranzcs, welcher das Hanptthal von Schwyz umrankt, istein erhabenes Plätzchen, von den Zweigen uralter Bäume über-schattet. In der Nähe liegen die Hütten von Ibach und seineBrücken über den Strom. Eine Viertelstunde ferner der Hauptortdes Freilandes am Fuße des prächtigen Haggcn-Bergs. Dort warder Ort, wo sich seit Jahrhunderten alljährlich das freie Hirten-volk von Schwyz zu versammeln gewohnt war, in offener Lands-gemcinde über des Vaterlandes Angelegenheiten zu sprechen; dorthatte die Vorwelt ihren Freiheitsschwur geschworen unzähligemal;dort fühlte sich der Schwyzer in seiner Kraft, in seinem Stolze,in seiner Glückseligkeit, — und dort war es, wo nun am 16. Aprildes Jahres 1798 die Staatsbürger über Auslösung ihrer altenVerfassung befragt wurden. Sie hörten den mündlichen Berichtihrer nach Paris verordnet gewesenen Gesandten; sie hörten dieProklamationen der gebieterischen Befehlshaber der Franken.
Das Entsetzen schien einen Augenblick alle Zungen zu lähmen.Eine fürchterliche Stille herrschte über den Tausenden. Keinerkonnte den Gedanken fassen, daß es möglich sei, so zu fordern,noch weniger, solcher Forderung zu entsprechen. Seit einemhalben Jahrtausend des Glücks unbeschränkter Freiheit genossenhaben, und es aufopfern sollen in einem Augenblick, auf dasZürnen eines Ausländers hin — sich entschlagen einer Landesver-fassung, die jeder als den Quell seines Wohlstandes, seines Lebens-genusses, als das schönste Erbthcil seiner Ahnen ansah, welcheseinst auch wieder die beste Hinterlassenschaft für den Enkel seinsollte, — ein Kleinod vertauschen, schon lieb und heilig, weil es,mit Heldenblnte errungen, von den Vätern stammte; vertauschen,unter Bedrohung von Waffen- und Hungertod, gegen ein Gut,so Niemand kannte, und das in den blutigen Händen des schreck-