13S
schildern gesucht. Menschen, die ihrem Privcitintereffe bas Glückund die Ruhe des Vaterlandes aufopfern wollen, haben Euch ge-sagt, diese Verfassung benehme Euch Eure Freiheit, schränke Euer«Handel, Eure Viehzucht ein, überlade Euch mit öffentlichen Ab-gaben, und zerstöre die Gewissensfreiheit. Ich will Euch mitWahrheit und Offenherzigkeit über alle diese Punkte belehren.
„Die. Souveränctät bleibt immer in den Händen des Volks,weil die Wahlmänner, welche die öffentlichen Beamten ernennen,durch dasselbe gewählt werden müsse». Diese Regierungsform, in-dem sie dennoch demokratisch sein wird, hat unter andern den Vor-thcil, Unordnungen und Zügellosigkeiten zu verhindern.
„Die neue Verfassung, weit entfernt, Euer» Handel und EureViehzucht einzuschränken, wird Euch neue Ansprüche ans Frank-reichs Freundschaft geben, und Euch mit der großen Republik neueHilfsquellen eröffnen. Die Abgaben werden nicht im Verhältnißmit den öffentlichen Beamten, die Ihr zu ernennen habt, und dieaus dem allgemeinen Schatz bezahlt werden, sondern nach EurerLage und Euern Hilfsmitteln erhoben. Da ferner die Verfassungausdrücklich die Gewissensfreiheit fcstsetzt, so ist jeder Zusatz indiesem Betreff überflüssig.
„Ich glaube nun die Haupteinwürfe gegen die neue schweizerischeVerfassung auf eine Art beantwortet zu haben, die mich hoffe»läßt, Ihr werdet durch ihre Annahme Euch die unzählbaren Nebelersparen, die im entgegengesetzten Fall Euch bedrohen, und einelängere Weigerung Euch unfehlbar zuziehen würde.
Lecarlier."
Schauenburg, als Krieger, begleitete mit dem Schwerte dieseLehre. Am gleichen Tage verkündete er in einem Flugblatt: daßPriester und Obrigkeiten der Landschaften St. Gallen, Toggenburgund Appenzell, so wie auch der Kantone Zug, Glarus, Uri, Schwyzund Nidwalden, mit ihren Köpfen für die öffentliche Sicherheit