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Jahrhunderten geschehen, und der fränkische Heerführer mit seinenGefährten war der verabscheute Geßler mit den tirannischen Land-vögten. * **) )
Lecarlier und Schauenburg, unbekümmert um die Ver-zweiflung der Gebirgsvölker, eilten ihr Werk zu vollenden. DerRegierungs-Kommissär schrieb an die Bewohner der KantoneSchwyz, Zug, Uri, Glarus, Appenzell, Nidwalden, und an dieBewohner der Stadt und Landschaft St. Gallen, so wie auch andie Distrikte, welche den neuen Kanton von Sargans auSmachensollten:
„Bürger, ich habe Euer» Abgeordneten den ausdrücklichenWillen des fränkischen Direktoriums zu erkennen gegeben. Siewerden Euch denselben mittheilen. Ihm widerstreben zu wollen,wäre Euerm Interesse, wäre der Klugheit entgegen gehandelt.Euer Wohl, Eure Ruhe erfordern die innigste Vereinigung mitden übrigen Theilen der Schweiz; der gesellschaftliche Vertrag, derEuch an denselben anschließen soll, ist Eurer Lage angemessen.Sollte er auch hin und wieder einiger Berichtigungen bedürfen,so wird die neue gesetzgebende Versammlung dieselben ausführen.Bürger! Man hat Euch gegen die neue schweizerische Verfassungeinzunehmen, man hat sie Euch mit den häßlichsten Farben zu
*) In den Gemälden, weit älter als die fränkische und helvetische Re-volution, ist Wilhelm Tell immer in die helvetischen National-farben (grün, roth und gelb) gekleidet. Aber seltsam ist'S, daßdabei der verhaßte Landvogt Geßler mit seinen Gesellen in der frän-kischen Nationalfarbe (roth, blau und weiß) erscheint. InWilhelm Teils Kapelle zu Biirglen in Uri und an andern Ortensteht man dies noch jetzt; vielleicht daß mancher Landmann darausböse Deutung gezogen.
**) Bern, Hauptquartier, 22. Germinal VI. (11. April 17S3.)