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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Schreiben des Volks von Appenzell, St. Gallen, Tog-

genburg, Rheinthal nnd Sargans an das fränkische

Direktorium.

Bürger Direktoren!

Euer Beispiel hat die Völker ans ihrem Schlummer geweckt.Seitdem die große Nation die Freiheit wieder auf Erden zurück-brachte, ließ eine Völkerschaft nach der andern sich von diesemheiligen Feuer entzünden.

Und welche Empfindungen der Freude müssen nicht das Herzeines schweizerischen Patrioten durchströmcn, wenn er daran denkt,daß die große Nation selbst den ersten Funken ihres Feuers sichvom Altar nnsers Vaterlandes holte, da unsere Väter durch ihreHeldenthaten den ersten Stoß dem sklavischen Europa gaben.

Wir sind die Nachkommen dieser Väter, Bürger Direktoren,und, wie wir hoffen, nicht ganz unwürdige Nachkommen, da wirin diesen Tagen der allgemeinen politischen Wiedergeburt auch durchein rühmliches Bestreben jene alte Freiheit herstellten, die unseredurch den Geist der damaligen Zeiten irrcgeführten Brüder unseinst Wegnahmen; doch jetzt haben eben diese Brüder, die würdi-ge» Söhne der Tellen, ihrer Väter, gewarnt vom Geiste unsererZeit, sich selbst vor den Augen der Nachwelt dadurch geehrt, daßsie freiwillig einer Herrschaft über Brüder, die ihnen gleich anRechten sind, entsagten.

Mit einem Wort, Bürger Direktoren, wir sind nun alle frei,nach dem Beispiel des demokratischen Kantons Appenzell, nnsersVorgängers auf dem Pfade der Freiheit, der schon über viert-halbhundcrt Jahre alle Vortheile der unveräußerlichen Menschen-rechte genießt, und sich hier an unserer Spitze unterzeichnet, dennauch er wünscht mit uns in der alten demokratischen Verfassungbleiben zu können.