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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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genicßc? Wir trugen keine andern Fesseln, als die sanftenFesseln der Religion »nd der Sitten lehre; kein Joch drücktunsere Nacken, als das süße Joch der Gesetze, die wir nns auf-legen. Anderwärtig mag dem Volk hierüber manches zu wünschenübrig gewesen sein.

Aber bei uns, bei den Abkömmlingen W il Helm Teils, dessenThaten für die Freiheit Ihr heute noch preiset, bei nns, die wirbis ans diesen Tag in ungestörtem Genuß dieser Verfassung geblie-ben sind, und für deren Beibehaltung wir, mit allem Nachdruckdes Gefühls einer gerechten Sache, zu Eurer Gerechtigkeit reden,bei nns ist nur ein Wunsch, nur der einstimmige Wunsch beider Verfassung bleiben zu können, die uns Vorsichtund Muth unserer Väter gegeben, und welche Ver-fassung könnte Wohl richtiger mit der Eurigen übereinstimmen?

Wir, das gcsammtc Volk dieser Länder, dessen Souveräneiätzu rcspektiren Ihr so oft versprächet wir machen den Landes-herrn unserer kleinen Staaten aus; wir setzen und entsetzen nachunserer Willkür unsere Vorgesetzte; die Nbthcilungcn unserer Kan-tone erwählen unsere Räthc, die unsere Stellvertreter, die Stell-vertreter des Volkes sind.

Dieses ist, Bürger Direktoren, in Kurzem der Inbegriff un-serer Regierungsform ruhet ste nicht eben auf der Grundlage,auf welcher die Eurige erbauet ist?

Wie solltet Ihr denn den Willen, oder je einen Beweggrund,je einen Vorthcil haben können, diese unsere Verfassung unddamit unser Glück zu zerstören?

Wenn auch die Macht dazu in Euern Hände» liegt, wirdwohl Eure Gerechtigkeit Euch gestatten, von derselben Gebrauchzu mache», um bei uns an der Stelle unserer Verfassung eine Ne-gierungsform cinzuführen, deren Bestandtheile kaum der Hundertsteunter uns zu begreifen im Stande ist?