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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Von Eurer Zuversicht belebt, ordneten wir aus der Mitte un-serer Volksversammlungen Repräsentanten an Euern kommandircn-den General Brüne nach Bern ab; derselbe» gefällige Aufnahme,die schriftlich und mündlich erhaltenen beruhigenden Zusicherungen,stillten vollends unsere Sorgen.

Kaum aber waren unsere Bekümmernisse gehoben, kaum hattenwir uns wieder der tröstlichen Hoffnung überlasten, als wir vonder provisorischen Negierung in Solothurn den Entwurf der neue»helvetischen Konstitution und die Einladung zur Annahme derselbencrbielten, und zugleich die Sage durch unser Land ging, daß alleStände der Schweiz zur Annahme derselben sich zu bequemen hätten.

Wir finden keine Worte, die Bestürzung zu schildern, die dieseauf den Zusammenfluß so vieler Wahrscheinlichkeiten gegründeteNachricht unter uns verbreitete.

Vergeblich würden wir Ausdrücke suchen, die Schmerzen zubeschreiben, mit denen uns diese Besorgniß erfüllte, die von un-ser» Vätern gestiftete Verfassung zu verlieren, die unserer Gemüths-art und unserer Lage so angemessen ist, daß wir seit Jahrhundertenunter ihrem Schutze jenen Grad von Wohlstand genießen, dessenunsere friedlichen Thäler empfänglich sind.

Erlaubt, Bürger Direktoren, dass wir Euch über den Entwurf,auch dieser unserer Volksregierung eine andere Form zu geben(wenn solcher in Euer,» Vorhaben liegen sollte), in der ungekün-stelten Sprache der Freiheit unsere Vorstellungen machen dürfen.

Erlaubet, daß wir freimüthig Euch fragen, was Ihr denn indieser unserer Verfassung findet, das gegen die Grundsätze der-Enrigen anstoße?

Könnte wohl ein Rcgierungsplan entworfen werden, nach welchemdie Souveränetät so ausschließlich in den Händen des Volksläge? wo zwischen allen Ständen eine vollkommenere Gleich-heit herrsche? wo jedes einzelne Glied eine ausgedehntere Freiheit