Druckschrift 
34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
128
Einzelbild herunterladen
 

Volkes Grimm. Schauenburg und Lecarlicr aber nahmendaraus Vorwand, die der helvetischen Vereinigung abgeneigtenKantone als feindlichgesinnte zu erklären.

Sie verweigerten daher den Abgeordneten in Bern die Pässeans Paris, und wiesen sie mit Kälte zurück. Die Denkschriftenerreichten also Paris nicht. Verloren aber sollen sic darum nichtder Nachwelt sein. Sie bezeichnen den Geist des Eidgenossen, derans sein Recht mit gerechtem Stolz gelehnt, die Sprache brüder-licher Zuversicht zu den Häuptern eines neuen, übermächtigen undübermüthigen Freistaates redete.

Also lautete das Schreiben an Lecarlier, den französischenGeschäftsträger:

Die Volksrcpräsentanten der ältesten demokratischen Stände derSchweiz, einerseits durch die wichtigen vergehenden Veränderungenin bange Sorgen gesetzt, anderseits durch die großmüthigen Ge-sinnungen, welche die französische Republik gegen die freien Volks-regiernngen immer geäußert hatte, wieder aufgemuntert, hatteneben in dem Hauptflecken Schwyz sich gesammelt, einander ihreGedanken mitzutheilen, sich brüderlich über Mittel und Wege zuberathen, die sie anzuwenden und einzuschlagen haben möchten,um ihre freie Volksverfassung beibehalten zu können, deren Verlustdas gute Volk dieser friedlichen Thäler in einen Zustand von Trost-losigkeit und von Verzweiflung versetzen würde; in unser» Bcra-thungen vorzüglich durch unser unbegrenztes Vertrauen auf diegerechtigkeitsvollen Empfindungen des Vollziehungs - Direktoriumsder französischen Republik geleitet, war das Resultat derselben bei-nahe schon dahin entschieden, ihre dringlichen Vorstellungen überdiese wichtige Angelegenheit durch Abgeordnete aus ihrer Mittedem Vollziehungs-Direktorium überreichen zu lassen, als zu ebendieser Zeit auch die Volksrepräsentanten der schweizerischen Ständeund Orte, Appenzell, Stadt und Landschaft St. Gallen, Toggen-