Mochte diese auslaufen z»m Siege oder Tode, gleichviel, da LeideLorbeeren trugen.
Schon am fünften April zogen die Gesandten der Eidgenossennach Bern, um von da nach Paris, der weltgebietenden Stadt,zu eilen.*) Als sie zum General Schauenburg und dem Ncgie-"rungs-Kommissär Lecarlier gekommen-waren, forderten sic dienothwendigen Pässe zur Fortsetzung ihrer Reise, und baten umFürsprache und Unterstützung.
Es war zu spät. Lecarlier und Schauenburg hatten schonAuftrag, den halbzerstörten eidgenössischen Staatskörper in eineunzertheilte Republik zu verwandeln. Es war also nur darum z»thun, Gründe zu finden, den Befehl zu vollziehen.
Daran mangelte es nicht lange. Die Schwyzcr Landleute nährtenGroll gegen Luzern, welches sich zur Untheilbarkeit der Schweizbekannt, und den helvetischen Freiheitsbaum errichtet hatte in allenDörfern. Die Grenzortc des Schwyzcr und Luzerner Kantons, intäglichem Verkehr mit einander, blieben bei der Gcschiedenheit derMeinungen über das Schicksal der Schweiz nicht ohne lärmendeAuftritte. Zu Greppcn im Kanton Luzern wurde der Frciheits-baum aus dem Boden gerissen, und das dreifarbige Fähnlein derwerdenden helvetischen Republik in wildem Triumph nach Küß-nacht, am Waldstätter-See, entführt. In andern Gegenden ver-einte der Luzerner Landmann seine Stimme mit dem Schwyzcrgegen die Stadt Luzern. Es war umsonst, daß Schwyz dagegenWarnung und Strafe verkünden ließ. Allzu unbändig war des
*) Es waren Statthalter AloyS Müller von Uri, LandannnannLudwig Weber von Schwyz, Landammann Zweifel von Gla-rus, wie auch die von Appenzell und übrigen Landschasts-Dcpntirtcn,Landshanptmann Jos. Blum von St. Gallen, und PannerherrJoh. Jak. MeSiner von St. Gallen.