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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
Entstehung
Seite
126
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c»i die Mehrheit der schweizerische» Völkerschaften zuschließen, und seine Selbstständigkeit (als kleiner Freistaat) de»,Wohl des Ganzen zu weihen, und Bürgerkrieg zu meiden. Um-sonst sandte das Volk nid dem Kernwald, umsonst Schwyz, ab-mahncnde Botschaften an die Landesgemeinde von Sarnen.*)Die Deputirten beider Stände wurden standhaft zurückgewiesen.

Als Obwalden seine Boten gen Bern sandte (wo Schauen-burg nun, statt Brüne's, den Oberbefehl über die Frankenarmecführte), um die Annahme der neuen Staatsverfassnng anzuzeigen,that auch Engelberg desgleichen. Dies hohe, von majestätischenEis- und Schneegebirgen umschlossene Alpenthal, durch eine lange,wilde Felscnschlncht mit Nidwalden verbunden, war seit demEnde des eilften Jahrhunderts Eigenthnm einer dort gestiftetenAbtei. Des Thales Einwohner, kaum mehr, als zwölfhundcrtSeelen, obwohl sic ihr Gericht für bürgerliche Händel aus eigenerMitte besetzen durften, erkannten als Unterthanen von jeher dieOberherrlichkeit der Abtei. Glücklich in der einfachen Befriedigungihrer Bedürfnisse, selbst ungereizt vom Beispiel der sic umringen-den freien Völker, hatten die Thalleute nie den Versuch gewagt,jener milde» Abhängigkeit zu entgehen. Aber Abt LeodegariusSalzmann, ein weiser, menschenfreundlicher Prälat, stand indiesen Zeiten nicht an, sich freiwillig seiner Hoheit zu begeben,und machte zur Krone seiner tausend Wohlthaten die Befreiungdes Thales, welches ihn als Vater und Schutzengel zu ehren ge-. wohnt war.**)

Der Abfall Obwaldens erbitterte zwar die vereinten Gcbirgs-staaten, aber schreckte sie nicht von der erwählten Bahn zurück.

*) Sarnen ist der Hauptflecken iil Obwalden.

**) Schreiben Abt LeodegarS an Mcngaud. Engclberg den 1. April.